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Friedrich Wilhelm Adels

 


 


 


 


 

Friedrich Wilhelm Adels wurde am 11. April 1845 in Esensham als Sohn eines Steueraufsetzers, Zolleinnehmers und Grenzbewachers und dessen Ehefrau Sophie Elise Leonore geborene Lande geboren. Friedrich Wilhelm war eines von 12 Kindern, die aus dieser Ehe hervor gingen. Nach dem Besuch der Schule begann er  am 1. Mai 1859 eine Ausbildung  bei dem Malermeister Franz H. Myrro, der in der Oldenburger Innenstadt in der Mottenstraße 3 seinen Betrieb hatte. Adels schloss die Lehre am 1. Mai 1863 als Malergeselle ab.

Überliefert ist, dass Friedrich  Wilhelm Adels anschließend ein Architekturstudium absolviert hat.

Es folgte die Heirat mit Helene Johanna geborene Oetken. Aus dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor, unter anderem Heinrich Friedrich Johann Adels). Die Familie lebte von dem in der Bahnhofsstraße befindlichen Malerbetrieb.

Adels, der seine Rechnungen mit „F.W. Adels in Oldenburg verschickte, bot neben Haus – Zimmer - und Landschaftsmalerei auch Möbellackierungen und Firmenschilder an.

Seine malerischen Fähigkeiten hatten sich offenbar herumgesprochen. Als 1879 bis 1881 in Oldenburg ein neuer Theaterbau errichtet wurde, wurde der Oldenburger Theatermaler Wilhelm Mohrmann mit der Ausmalung des Theaters beauftragt. Er holte sich dabei Unterstützung von Friedrich Wilhelm Adels. Mit ihm zusammen stattete er den Zuschauerraum durch allegorische Malereien, die Arion, Galathea und vier Musen hervorragend zwischen den Farben weiß, gold und rot zur Geltung brachten, aus.

Als das Theater 1891 Opfer eines katastrophalen Brandes wurde, errichtete man in kurzer Zeit ein Interimstheater. Auch hier übernahm Wilhelm Mohrmann die Ausstattung. Die plastischen Arbeiten übernahm Hofmedailleur Boschen, die malerischen Ausmalungen Ludwig Fischbeck und die Ausmalung der herrschaftlichen Räume wiederum Friedrich Wilhelm Adels.

Dem Oldenburger Häuserbuch ist zu entnehmen, dass Adels vor 1900 um die 30 Häuser in Oldenburg besessen bzw. gekauft und wieder verkauft haben muss.

Die finanziellen Mittel dazu sollen aus dem Besitz seiner Mutter Sophie Elise Leonore Adels stammen.

Belegt ist, dass Friedrich Wilhelm Adels Lehrlinge ausbildete. Der Kunstmaler Johannes von Wicht, der später in die USA übersiedelte und sich dort  einen Namen machte, lernte 1906 bei Friedrich Wilhelm Adels , ehe er 1907 Schüler des Oldenburger Moormalers Gerhard Bakenhus wurde.

Anzunehmen ist, dass auch der Oldenburger Maler Gustav Fuhrken das Malerhandwerk bei F.W. Adels erlernte  und sich in seiner Freizeit mit der Kunstmalerei beschäftigte.

Friedrich Wilhelm Adels heiratete im Alter von 62 Jahren noch ein weiteres Mal. Er starb am 8. Februar 1914 in Alter von 69 Jahren. Erfand seine letzte Ruhe auf dem Oldenburger Gertrudenfriedhof .


 Quellenangaben:

 

1.     Gespräche mit der Angehörigen Astrid Wehlau.

2.     HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst-Fachhochschule Hildesheim/Holzminden- Fachbereich Konservierung und Restaurierung

Masterthesis: Dekorations- und Stubenmalereiaus Niedersachsen, vorgelegt von

Dipl.-Rest. Christiane Maier/ 4.1.2008.

 3.     Oldenburger Volksbote von 1847 und 1848

4.     Gesellenbriefdes F.W. Adels 1863 (Nachlass Adels)

5.     Briefkopf des Rechnungsvordruckes von Friedrich Wilhelm Adels (Nachlass Adels).

 

 

 Heinrich Adels


 


 


 


 


 


 


 


 

Ein überaus talentierter Oldenburger Künstler, der vom Ende des 19. Jahrhunderts bis Mitte des 20. Jahrhunderts in Oldenburg gelebt hat, unter anderem als Kunstmaler und Designer von Glasfenstern tätig war und sich in der Vergangenheit durch seine hervorragenden Arbeiten einen wohlklingenden Namen in Oldenburg erworben hat, ist heute praktisch in Vergessenheit geraten. Nur noch sehr wenige der von ihm kreierten und hergestellten bleiverglasten Fenster sind in älteren Häusern in Oldenburg zu finden. Aus Unkenntnis heraus können diese Arbeiten dem Künstler oftmals nicht zugeordnet werden. Es gibt relativ wenige Ölgemälde, Aquarelle und Zeichnungen , die der Kunstmaler zu Lebzeiten schuf. Da auf dem Kunstmarkt deshalb auch nur äußerst selten Arbeiten von

ihm auftauchen, verblasste der Bekanntheitsgrad dieses Mannes im Verlaufe der vergangenen Jahrzehnte immer mehr.

Die Rede ist von Heinrich Friedrich Johann Adels.

Heinrich Friedrich Johann Adels wurde am 30. April 1871 in Oldenburg als eines von zwei Kindern des Malers Friedrich Wilhelm Adels und dessen Ehefrau Helene Johanna Adels

geborene Oetken geboren.

Heinrich Adels als Kleinkind auf dem Schoß seiner Mutter Heinrich Adels Vater, Friedrich Wilhelm Adels, war Dekorationsmaler. Er hatte seine Werkstatt an der Bahnhofstraße und genoss in Oldenburg einen guten Ruf. Zusammen mit dem Oldenburger Theatermaler Wilhelm Mohrmann war er unter anderem an der Ausmalung des Großherzoglichen Theaters beteiligt.

Heinrich Adels wuchs im Bahnhofsviertel auf und besuchte in der Nähe die Schule. Nach der Schulausbildung begann er ab dem 1. Mai 1887 eine Lehre zum Dekorationsmaler bei

seinem Vater, welche er am 1. Mai 1891 abschloss.


 
Er unterbrach die Lehre fünf Monate nach ihrem Beginn. Angetrieben von dem Wunsch einer professionellen künstlerischen Ausbildung, reiste er im September 1887 nach

Düsseldorf, und begann dort ein Studium an der Kunstgewerbeschule in Düsseldorf.

Das Wintersemester endete am 10. März 1888. In der sogenannten Vor- und Abendschule, die von Wilhelm Sprengel (1850 bis nach 1914) und C. Meyer geleitet wurden, stand

das geometrische Zeichnen, das Schattenstudium, die ornamentalische Formenlehre sowie das Flachornament - und ornamentale Gipszeichnen auf dem Stundenplan.2 In allen

Fächern erzielte Heinrich Adels gute Noten. Nach der Ausbildung in Düsseldorf reiste er zunächst wieder nach Oldenburg zurück.

Wenige Monate später bewarb er sich mit einigen seiner Arbeiten an der Unterrichtsanstalt des Königlichen Kunstgewerbemuseums in Berlin. Seine vorgelegten Ausarbeitungen und Zeichnungen überzeugten, sodass er angenommen wurde.

Er trug sich für die Wintersemester 1890/91 und 1891/92 ein, und begann mit der Ausbildung, die andere Akzente setzte. In Berlin lag der Schwerpunkt der Ausbildung auf Akt-Zeichnen, die Anatomie des menschlichen Körpers sowie in der „Frühklasse“ die Dekorative Malerei.

Seine Lehrer waren Professor H. Stiller, Otto Lessing (1846-1912) und Professor Ernst

Ewald (1836-1904). Bei einem Leistungsvergleich dieser Fachklasse gewann Adels im Studienjahr 1891/92 einen 1. und einen 2. Preis. Die Ausbildung an der Unterrichts- Anstalt endete am 30. Juni 1892.

Aus einer im Nachlass vorgefundenen Notiz geht hervor, dass Heinrich Adels anschließend nach München reiste und sich dort bis 1893 aufhielt. Anzunehmen ist, dass er sich auch dort künstlerisch weiter bildete. Als ausgebildeter Kunstmaler, Malermeister,

Stuckateur, Architekt, Grafiker, Glasmaler und Restaurator kehrte Heinrich Adels schließlich nach Oldenburg zurück.

Er hatte mit seiner umfassenden Ausbildung den Grundstein für eine erfolgreiche berufliche Tätigkeit in Oldenburg gelegt.

Zwei von Heinrich Adels gestaltete Glasfenster. Sie befinden sich in Oldenburg in der Hindenburgstraße und zieren ein Privathaus.

Von 1891 bis 1894 als Geselle arbeitend, gründete er 1894 ein eigenes Geschäft in der damaligen Roonstraße 6 (heute Hindenburgstraße 3). Das Souterrain, die Kellerräume

sowie ein Anbau des Hauses dienten ihm in Folge als Werkstatt.

Dort bereitete er künstlerische Projekte vor, kreierte Schablonen für Wandmalereien und fertigte von ihm entworfene bleiverglaste Fenster an, um sie danach an Ort und Stelle bei

den jeweiligen Kunden in Wohnhäuser oder Geschäfte einzusetzen.

Als talentierter und gut ausgebildeter Kunstmaler nahm Heinrich Adels, der Mitglied im Oldenburger Kunstverein war, bereits vom 15.1.1893 bis 5.2.1893 an der Jubiläumsausstellung des Oldenburger Kunstvereins mit zwei Stillleben teil. Er widmete

sich danach zwar weiterhin der Malerei, nahm jedoch nach bisherigen Erkenntnissen an keinen weiteren Ausstellungen mehr teil. Seine berufliche Tätigkeit musste er

unterbrechen, als er am 7.9.1915 zum Kriegsdienst verpflichtet wurde. Zunächst dem Rekruten-Depot des Ersatz Bataillons Ldw. Infanterieregiment Nr. 77 zugewiesen, wurde

er am 31.1.1916 nach Braunschweig abkommandiert und 1918 zur 1. Kompanie VIII.4, die in Aachen stationiert war. Es folgte anschließend die Auflösung des sogenannten

„Königlich Preußisches Landesbataillon Rote Erde“.


 

Heinrich Adels wurde am 25.3.1919 aus der Wehrmacht entlassen. In Oldenburg nahm er anschließend seine berufliche und künstlerische Tätigkeit wieder auf.

Sein Versuch, eine Anstellung am Oldenburger Werkhaus zu bekommen, blieb ihm 1922 aufgrund fehlender Schülerzahlen versagt. Der vielseitig begabte Künstler Heinrich Adels starb am 15. Juli 1955 im Alter von 84

Jahren in Oldenburg. Er fand in einem Familiengrab auf dem Oldenburger Gertrudenfriedhof seine letzte Ruhe.

 

 Quellenangaben:

1.     Gespräche mit der Angehörigen Astrid Wehlau.

2.     HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst-Fachhochschule Hildesheim/Holzminden-Fachbereich Konservierung und Restaurierung

Masterthesis: Dekorations-und Stubenmalereiaus Niedersachsen, vorgelegt von Dipl.-Rest. Christiane Maier/ 4.1.2008.

3.     Zeugnisfür Heinrich Adels der Kunstgewerbeschule zu Düsseldorf  vom 10. März 1888.

4.   Zeugnis für Heinrich Adels des Königlichen Kunstgewerbemuseums Berlin

Vom 30. Juni 1892.

 


 


 


 

 

 


August Ahlers


 


 

 


 


 


 


 


 


 

Der Bühnenbildner, Kunst- und Theatermaler  August Fritz Karl Ahlers wurde am 10. September 1913 in Oldenburg als eines von 6 Kindern  des gleichnamigen Lokomotivführers August Ahlers (1877-1957) und dessen Ehefrau Helene geborene Grape (1881-1951) geboren. 

August Ahlers verlebte seine Kindheit in Osternburg in der Straße Am Bahndamm. Er besuchte die in der Nähe befindliche Grundschule und wechselte von dort auf die Volksschule, die er  einige Jahre später erfolgreich ab schloss. Während seiner Kind- und Jugendzeit hatte er sich viel mit dem Zeichen und Malen von Gegenständen beschäftigt und ging dabei sehr geschickt mit Bunt- und Zeichenstiften um. Es zeigte sich auch, dass er musikalisch sehr begabt war. So machte er beim Üben auf der Geige sehr schnell große Fortschritte  
Ahlers begann nach der Schulzeit eine Lehre zum Dekorationsmaler, dieer  vier Jahre später ab schloss. 1933 erhielt er ein Volontariat als Bühnenbildner beim damaligen Landestheater in Oldenburg.


 

Drei Jahre später wurde er Bühnenbildassistent beim damaligen Ausstattungsleiter Erich Döhler. 1936 wurde er schließlich als Theatermaler beim Oldenburgischen Landestheater angenommen.  August Ahlers berichtete zu Lebzeiten, dass er sich während  dieser Zeit  unter anderem an den in Kreyenbrück ansässigen Oldenburger Maler Wilhelm Kempin gewandt habe, um sich von diesem weiter ausbilden zu lassen. Die Ausbildung habe über einen längeren Zeitraum stattgefunden. 

  

Auch Professor Bernhard Winter, so gab August  Ahlers einmal an, soll von ihm angesprochen worden sein und ihn unterrichtet haben. Im Nachlass des Künstlers befinden sich mehrere Blätter mit Aktzeichnungen, die  im Zeitraum von Februar bis Dezember 1937 entstanden und vermutlich unter der Anleitung von Wilhelm Kempin entstanden.   


Nachdem  Ahlers 1938 in den Malersaal- Vorstand des Theaters aufgerückt war, heiratete er ein Jahr später, im Mai 1939, Frieda Bitzer.
Nur knapp fünf Monate später wurde er zum Kriegsdienst eingezogen. Bis in den September des Jahres 1944 hinein musste  Ahlers an mehreren Fronteinsätzen teilnehmen. Kriegsschauplätze waren dabei unter anderem Polen, Rumänien, Russland und Holland.
Drei Mal wurde Ahlers im Verlaufe des Krieges  durch Granatsplitter verletzt. Von diesen teilweise schweren Verletzungen erholte er sich jedoch. Kurz vor Ende des Krieges wurde er zu einem Offizierslehrgang auf die Kriegsschule nach Wismar versetzt.
Er erlebte dort das Kriegsende und die Besetzung der Stadt durch britische und kanadische Truppen.


Am 1. Juli 1945 wurde die Stadt von den kanadischen und britischen Truppen an die Rote Armee übergeben. Um einer drohenden russischen Gefangenschaft zu entgehen, floh Ahlers über die Elbe und begab sich anschließend in amerikanische Kriegsgefangenschaft.

Nach einiger Zeit konnte er in dem Internierungslager  die Amerikaner von seinen künstlerischen Fähigkeiten überzeugen und wurde von ihnen beauftragt, die Räume der Kasernen auszumalen. Als Gegenleistung bekam er etwas mehr Essen als die übrigen Lagerinsassen.  


 

1946 wurde er aus der Gefangenschaft entlassen, da er kein Parteimitglied war und sich im Kriege nichts hatte zu Schulden kommen lassen. Er nahm anschließend seine Tätigkeit am Oldenburger Theater wieder auf. Ab 1948 gehörte Ahlers auch zum künstlerischen Stab des Theaters.

  

Bis 1968 entwarf er für das Oldenburgische Staatstheater Bühnenbilder. Danach wurde er für die künstlerische Gestaltung von Bühnenbildern der August Hinrichs-Bühne  und anderen niederdeutschen Theatern herangezogen. Im Verlaufe seines beruflichen Lebens  entwarf Ahlers ungefähr 300 Bühnenbilder für Opern, Operetten, Schauspiele oder Ballettaufführungen. Für etwa 1300 Bühnenbilder zeichnete er insgesamt verantwortlich.

1988 wurden anlässlich seines 75. Geburtstages im Foyer des Oldenburgischen Staatstheaters  in einer Ausstellung  eine Auswahl seiner Bühnenbildentwürfe der Öffentlichkeit präsentiert, die in den 50er, 60er und 70er Jahren entstanden. 
 Es konnte dabei jedoch nur ein Bruchteil seines Gesamtwerkes, das etwa100  Bühnenbildentwürfe umfasst, gezeigt werden.  

August Ahlers war noch lange Jahre nach seiner Pensionierung ehrenamtlich als Bühnenbildner für die August-Hinrichs-Bühne und anderen Bühnen in dieser Region tätig. Er  beschäftigte sich außerdem intensiv mit der Aquarellmalerei und dem Zeichnen von Landschaftsdarstellungen. Hin und wieder fuhr er, mit Staffelei und Malutensilien ausgestattet, nach Ostrittrum, und malte dort in der freien Natur; aber auch Postkarten oder Fotografien dienten ihm als Motive für Aquarelle und Zeichnungen. Neben der Malerei engagierte sich der musikalisch begabte Künstler jahrzehntelang stark im Oldenburger Mandolinenorchester.   

 

Er gehörte  mit Willi Wenzel und Ewald Woetzel zu denjenigen, die nach dem Ende des 2. Weltkrieges dafür sorgten, dass das 1921 gegründete Oldenburger Mandolinenorchester wieder zusammen fand und bis zum heutigen Tage auf zahlreiche öffentliche Auftritte zurückblicken kann. August Ahlers starb am 6.Mai 1990. 


Er fand seine letzte Ruhe auf dem Parkfriedhof in der Sandkruger Straße 4.  

 

Quellenangaben:

1.Persönlich geführtes Interview des Verfassers mit Wolfgang Ahlers, Oldenburg, geführt vom Verfasser am 12.8.2010.

2. Zeitungsartikel, verfasst von Marlis Fromm, Datum und Verlag unbekannt, Titel: Eine Bühnenwelt en miniature -Entwürfe von August Ahlers im Alten Foyer-.

3.Wehrpass von August Ahlers. Dortsind ab dem 1. April 1936 alle Angaben über die Kriegsverwendung, Fronteinsätze und Verwundungen detailliert erfasst.


 Marie-Louise Ahlhorn-Packenius



 


 


 


 


 


 

Die Bildhauerin und Zeichnerin Marie-Louise Ahlhorn-Packenius wurde am 24. 1. 1908 in Nohfelden als Tochter des Bezirksamtmannes Walther Ahlhorn geboren.

Ihre Jugendverlebte sie in der deutschen Kolonie Südwestafrika, wohin ihr Vater als höherer Verwaltungsbeamter versetzt worden war.

 

Zwischen 1929 und1936 studierte sie zunächst an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg bei Professor Lucksch, dann in Berlin bei Professor Wilhelm Gerstel und schließlich in Paris an der AcadémieScandinave bei Professor Déspiau. Hier schloss sie sich einem Kreis junger französischer und skandinavischer Künstler an, dem auch einige deutsche Künstler angehörten, nicht zuletzt solche, die aus politischen Gründen das nationalsozialistische Deutschland verlassen hatten. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges arbeitete sie zunächst im Atelier von Gustav Seitz in Berlin, bevor sie nach Oldenburg übersiedelte. Hier wirkte sie als freischaffende Künstlerin im Beirat für das Oldenburgische Staatstheater mit, trat dem Bund Bildender Künstler  bei und übernahm von 1952 bis 1956 und noch einmal 1959 den Vorsitz dieser Künstlervereinigung.

 

A.-P. war verheiratet mit Dr. Wilhelm Packenius (31. 7. 1902 - 13. 7. 1981), der Ehe entstammte eine Tochter.

 

Die Künstlerin verstarb am 2.1.1974 in Oldenburg

 

Quellenangaben:

3-89442-135-5 Gerhard Wietek, 200 Jahre Malerei imOldenburger Land, S. 248

Oldenburgischer Hauskalender 1977

Biografisches Handbuch zur Geschichte des Landes Oldenburg,S.21-22,

ISBN 3-89442-135-5


 

 

Franz Ambrasath

 


 

Franz Ambrasath wurde 1889 in Leer geboren. Nach einer Ausbildung zum Maschinisten besuchte er die Seefahrtsschule und fuhr dann zur See, bis er schließlich als Maschinist bei den Emder Nordseewerken tätig wurde.

Aufgrund seiner politischen Gesinnung war er in den Jahren1938 und 1939 im KZ Buchenwald inhaftiert. Dort durfte er künstlerisch tätig werden.

Im Zweiten Weltkireg wurde er zum Kriegsdienst verpflichtet und auf einem Minenräumboot im Mittelmeer eingesetzt.

In den 1950er Jahren verzog er von Emden nach München und dort anschließend mit seiner zweiten Frau, einer Bildhauerin, nach Bardolino inItalien.

Zuletzt lebte er in Rottach-Egern. 1974 verstarb der Maler.

Ambrasath betätigte sich in erster Linie als Marinemaler, er schuf aber auch Stadt - und Landschaftsansichten von seinen verschiedenen Wohnorten.

Hinweis:

Hinsichtlich seiner Geburts- und Sterbedaten gibt es widersprüchliche Informationen.

Während seine Arbeiten in Auktionshäusern ausschließlich mit den Lebensdaten

*1889 – 1974 angegeben werden, erscheint in dem Buch Bildende Kunst in Ostfriesland aus dem Jahr 2011 auf Seite 147 als Geburts –und Sterbedatum 1907-1981.

Wer sichere Angaben über die tatsächlichen Lebensdaten machen kann, dem wäre ich für eine Benachrichtigung dankbar.

 

 

Quelle:

Bildende Kunst in Ostfriesland, herausgegeben 2011 vom Ostfriesischen Landesmuseum Emden, S. 147.

Internetrecherche.

 

Christian von Apen

 

Als der älteste bekannte Oldenburger Kunstmaler gilt Christian von Apen, der im Dienste des Grafen Johann von Oldenburg ( 1573 –1603) stand und dessen Geschlecht in Oldenburg alteingesessen war. Nach einem Verzeichnis „ Oldenburger Studenten auf deutschen und außerdeutschen Hochschulen“ studierte 1471 Bernard von Apen in Rostock und 1617 ( resp. 1622) Heinrich von Apen in Helmstedt.

Erhalten sind von Christian von Apen offenbar keine Gemälde mehr. Fest steht jedoch, dass  er viele “ Bilder der Victorien der Stadt Bremen“ gemalt hat., denn am 4. November 1602 bat Dilich den Bremer Rat, ihm einige Skizzen oder Kopien von Bildern Christian von Apen zur Verfügung zu stellen, damit er nach ihnen Radierungen für seine Bremische Chronik herstellen lassen könne.

Wenn wir ferner hören, dass Christian von Apen im Jahr 1590 von den Vorstehern des Schüttings „ vor de slachtinge, so anno 1547 vor Drakenborch is geschen“, die die Aufhebung der Belagerung Bremens durch die Kaiserlichen bewirkten, dreißig Taler erhielt, so ist wahrscheinlich, dass Apen dem Wunsche Dilichs entsprochen und wenigstens eine Skizze zu dem Schüttingbild zur Verfügung gestellt hat. Vermutet werden kann deshalb, dass die Radierung Dilichs in seiner Bremischen Chronik ungefähr dem verschwundenen Schüttingbild entspricht.

Das Bild mit der Signatur C.v.A. hat im großen Saal des Schüttings mindestens 120 Jahre gehangen. Dort sah es im Frühjahr 1710 noch der Frankfurter Ratsherr Zacharias von Uffenbach, der einige Zeit später auch nach Delmenhorst kam und das dortige Schloß besichtigte. In seiner „ Merkwürdigen Reise durch Niedersachsen“ ( 1753) gab er an. „ Im großen Gemach des Schüttingshängt an der Wand auch eine schlechte Schilderei, darauf eine Schlacht, so anno 1547 d. 24.       ( richtig 23.) Mai bei der Drakenburg geschen, veranstaltet wird, dabei die Namen der vornehmsten Personen mit Gold geschrieben sind). “Offenbar dürfte das Gemälde sehr groß gewesen sein, zumal auf ihm noch Platz war, wenigstens die Namen der Heerführer neben die Figuren zu setzen. Auf der Dilichschen Radierung fehlen diese Namen.

Über den Verbleib des Gemäldes liegen keine Hinweise vor.


 Quellenangaben Christian von Apen:

 

Oldenburger Jahrbuch des Oldenburger Landesvereins für Geschichte, Natur- und Heimatkunde 1948/49. Ein Beitrag von Karl Sichert, Seite63-64


 

Gerhard Bakenhus


 

 


 


 


 


 


 


 


 

Gerhard Emil Bakenhus wurde am 14.12.1860 in Großenmeer/Landkreis Wesermarsch als Sohn des Webers und Hausierers Johann Harm Bakenhus, in Großenmeer bei Oldenburg, geboren.

 Die elterliche Landstelle mit dem kleinen Laden warf wenig ab. Gerhard Bakenhus, dem die Schule leicht fiel und der früh begann mit Farben zu experimentieren, wurde nach dem Besuch der Dorfschule in eine für ihn unergiebige und unerfreuliche Lehre zum Anstreicher nach Rastede geschickt. Die harte Ausbildung setzte er in einem Elsflether Schiffsbetrieb fort, nahm dann aber Reißaus in Richtung Münster. Wegen seines roten Hemde wurde er verdächtigt Sozi zu sein und daraufhin eine Zeit lang eingesperrt. 1879 schloss er die Lehre zum Maler und Glaser dann doch noch ab.

 Anschließend gelangte er während der damals üblichen Gesellenwanderschaft nach Oldenburg. Sein Interesse für die großherzogliche Galerie führte dazu, dass er Unterricht bei dem zuständigen Konservator Sophus Diedrichs ( 1817 – 1893) nahm. Bei diesem lernte er den jungen Maler Richard tom Dieck ( 1862 – 1943) kennen, der sich gerade mit einem Kunststipendium vom Großherzog in Richtung Berlin auf mache, und mit dem er eine lebenslange Freundschaft schloss.

Bakenhus folgte 1880 tom Dieck in die Hauptstadt, hielt sich mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser, unter anderem  als Schnellmaler in Variete´s , als Dekorationsmaler, Anstreicher und Fotograf. Abends besuchte er die Kunstgewerbeschule.

 

 Nachdem sein Freund Berlin verlassen hatte, kehrte Bakenhus ins Oldenburger Land zurück, arbeitete als Anstreicher und betrieb ab 1884 wieder Studien im Augusteum. 1886 ging er nach Hamburg und arbeitete in einer lithographischen Anstalt. 1888 konnte er mit einem großherzoglichem Stipendium zwei Semester in Karlsruhe bei dem damals als Landschaftsmaler sehr angesehenen Professor Gustav Schönleber ( 1851 – 1917) und dem Tiermaler Hermann Baisch ( 1846 – 1894) studieren.

Anschließend war Bakenhus sechs Jahre lang als Theatermaler, Lithograph und Fotograf in Hamburg, Berlin und wieder in Hamburg tätig. Handwerklich perfekt, mit klaren künstlerischen Vorstellungen und immer geneigt, über Kunst auch zu theoretisieren, kehrte er 1895  endgültig nach Oldenburg zurück, wo es ihm in 10 Jahren gelang, als freier Landschafts – und Stilllebenmaler Fuß zufassen.

1905 baute er sich vor der Stadt im damals noch abgelegenen Kreyenbrück im ehemaligen Schaftriftsweg (heutige Klingenbergstraße) ein Haus mit Atelier und heiratete Anne Wilhelmine Ferdinande Emma Kersebaum (1876-1964), die Direktrice in einer Putzmacherei war und sich auch  kunsthandwerklich betätigte.

 

Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor. In dieser Zeit, am Rande des Kreyenbrücker Moores zwischen der Cloppenburger Chaussee und dem 1913 gebauten Verschiebebahnhof, gab es nichts als Sumpf und ein mit Kiefern, Moorbirken und anspruchsloser Glockenheide bewachsendes Sanddünengelände.

Landschaftsmaler waren in dieser Zeit sehr viel weniger gefragt als Portraitisten und Lebensmaler wie Professor Bernhard Winter; außerdem stieß der eigenwillige und wohl etwas zu direkte Bakenhus empfindliche Leute und potentielle Käufer seiner Bilder gelegentlich vor den Kopf.

“ Ein Dickschädel ist das“, sagte Professor Winter über ihn, aber darin schwang Anerkennung über dessen geraden Art mit.

Obwohl es Bakenhus schwer hatte sich als Maler der düsteren Farbreize seiner heimatlichen Landschaft durchzusetzen, ein raues Wesen hatte, in wirtschaftlichen Dingen ungeschickt war und immer in bescheidenen Verhältnissen leben musste, fand er doch entsprechende Anerkennung.

1904 war er Mitbegründer des Oldenburger Künstlerbundes und gehörte als Schriftführer auch dessen Vorstand an. 1905 erhielt er die Silberne, 1916 die Goldene Oldenburgische Staatsmedaille. Von Februar bis März 1909 stellte er in der Kunsthalle Bremen im Rahmen der 3. Ausstellung der Vereinigung Nordwestdeutscher Künstler unter anderem mit Ludwig Dettmann, Paul Müller-Kaempff, Heinrich Vogeler und anderen seine Arbeiten aus. 1913 wurde er gemeinsam mit Max Liebermann und den Worpswedern im Augusteum ausgestellt.

 

1935 zeichnete ihn die Stadt Oldenburg dadurch aus, dass er sich in das Goldene Buch der Stadt Oldenburg eintragen durfte.

 

Er merkte dazu an:“ Bemerkt haben sie schon, dass der „knorrige Kerl“ da draußen in Kreyenbrück nicht irgendein Maler ist“.

Da Bakenhus mit seiner Malerei nie wirklich auf Profit aus war, stimmte die Familienkasse selten. In einem Brief gestand er 1922 an tom Dieck:

“Auch fehlt mir stets das Geld, um mir Farben, Bücher und dergleichen anzuschaffen“.

 

 So lag der Gedanke, Malunterricht zu geben, sehr nahe.

 

 

Eine ganz besondere Bedeutung für Oldenburg hatte deshalb sein Malunterricht, den er gab. Schon vor dem ersten Weltkrieg versammelten sich Schüler um den Moormaler. Für einige gut betuchte Bürger der Stadt gehörte es zum gutbürgerlichen Ton, einmal in die Bohéme hinein zu schnuppern und sich in die Geheimnisse der Kunst einweisen zu lassen.

 

Kreyenbrück wurde eine Art Künstlerkolonie und Gerhard Bakenhus ihr Lehrer und Ziehvater.

Schüler von ihm waren unter anderem Hugo Duphorn (1876 – 1909), zu dem ein freundschaftliches Verhältnis bestand und den er anlässlich einer Ausstellung in dessen Atelier in Rastede im Herbst 1906 besuchte, sein enger Freund Wilhelm Kempin (1885- 1951), Heinz Witte Lenoir (1880 – 1961), Johannes von Wicht (1888 – 1970), Hermann Böcker (1890 -1978), Margarethe –Francksen –Kruckenberg (1890 – 1965), Marie Meyer- Glaeseker (1901-1983) , Otto Meyer ( 1890– 1958) Ludwig Fischbeck (gest. 1954) und sogar Theodor Tantzen – Heering, der letzte oldenburgische Ministerpräsident.

 

1920 und 1936 wurde Gerhard Bakenhus durch Jubiläumsausstellungen geehrt.

1912/13 unternahm er eine Schiffsreise nach Nordafrika, auf welcher er kleine Seestücke malte. 1925/26 unternahm er eine Kunstreise nach Berlin. Nach seiner zweiten Jubiläumsausstellung erkrankte er an Zungenkrebs, der vermutlich darauf zurück zu führen war, dass er jahrzentelang intensiv Pfeife rauchte. Auch eine durch diese Krankheit notwendig gewordene dritte Operationkonnte ihm letztenendlich ncht mehr retten.

 

Gerhard Bakenhus starb am 12.12.1939 in Oldenburg.

 

 Er wurde auf dem Neuen Friedhof in Kreyenbrück (Eingänge  befinden sich An den Vossbergen und der Cloppenburger Straße, bestattet .

 

Gerhard Bakenhus nahm zu Lebzeiten an zahlreichen Ausstellungen des Oldenburger Kunstvereins teil und war dort mit folgendenArbeiten vertreten:

 

 

282. Kunstausstellung, die vermutlich mit der 283 KA zusammengelegt wurde. Sie fand in der Zeit vom 19.4.-3.5.1896 statt. Bakenhus zeigte dort die Gemälde „ Landschaft im Mondschein“, “ Studie aus dem Berliner Tiergarten“, “ Bildnis“. Es handelte sich dabei um eine Pastellarbeit.

285. KA, ausgerichtet vom 15.11. – 15.12 1896 mit den Gemälden „ Mondnacht“ und „ Im Moor“.

290. KA.,ausgerichtet vom 16.2. – 16.3. 1898 mit den Gemälden „ Portrait eines Bauern“ und „ Herbstlandschaft“.

Außerdem zeigte er dort eine Kohlezeichnung ( Kinderbildnis) und eine Pastellarbeit                 ( Portraitstudie)

299. KA, ausgerichtet vom 16.11. – 16.12.1900. Er stellte dort die beiden Gemälde „ Landschaft im Mondschein „ und „ Abend im Moor“ aus.

306. KA, ausgerichtet vom 16.11. – 15.12. 1902. Dort zeigteer sechs Gemälde                ( Mondnacht im Moor , Abendstern, Birken im Mondschein,Abendnebel, Dämmerung und Holzschuhmacher).

Auf der 307. Kunstausstellung, die vom 25.2.-30.2.1903 stattfand, war er mit dem Gemälde „ Herbststurm im Moor „ vertreten.

Anlässlich der Ausstellung zur Feier des 100-jährigen Bestehens der Großherzoglichen Gemäldesammlung zu Oldenburg, die vom 24.-27-4.1904 ausgerichtet wurde, zeigte man das Gemälde „ Oldenburgische Moorlandschaft“ und diverse Zeichnungen des Künstlers.

Auf der 315. KA, ausgerichtet vom 26.11. – 17.12.1905, zeigte Bakenhus die beiden Gemälde „ Abend im Moor“ und „ Mondnacht“.

Auf der 321. KA, 26.11. – 15.12.1907, wurde das Gemälde „ Flußufer bei Nacht“ gezeigt.

Die 322. KA, die vom 9.1. – 29.1.1908 statt fand, bestückte Bakenhus mit dem Gemälde „ Mondnacht im Moor“.

Auf der 328. KA, ausgerichtet vom 14.11. – 15.12.1909, zeigte Bakenhus das Gemälde          „ Sonniger Herbsttag im Moor“.

Auf der 340. KA , 16.2. – 16.3. 1913, zeigte Bakenhus 9 Gemälde, und zwar Gewitter im Moor, Abendstern, Aprilwetter, Alter Torfstich im Frühling, Marschlandschaft im Sommer, Föhren im Moor, Urwald, Feuchte Stimmung,Stillleben.

Ein letztes Mal stellte er auf der 343. KA, ausgerichtet vom 16.11. – 15.12.1913 aus.

Dort zeigte er die drei Gemälde  Stillleben, Strandlandschaft und Am Rio Odiel in Spanien.

 

 

Die Moorlandschaften von Gerhard Bakenhus vermitteln dem Betrachter, der zum ersten Mal mit ihnen konfrontiert wird, einen Eindruck, der bestimmt wird von Schwermut und Weite. Schmucklos und nüchtern wirken die Bildstrukturen. Oft mit großzügiger Pinselführung gemalt, zeigen diese Bilderkaum Details. Große, einfache Linienzüge bestimmen den Aufbau. Das klare, oftsymetrische Kompositionsgerüst erscheint, so häufig wie es eingesetzt wird,fast schon formenhaft.

Den Landschaftsraum, gebunden durch ein geometrischesOrdnungsgefüge, wirkt nicht wie ein beliebiges, portraitierter Naturausschnitt. Die Bildsymmetrie und die oft tiefgesetzten Horizontallinien monumentalisierendie Bilder. Elementare Wucht und unerschütterliche Standhaftigkeit scheinen diese Landschaft auszustrahlen. Blockhaft und klobig wirken die dargestellten Torfstiche. Schluchtartig ragen die Abstiche in die Tiefe. I dem schwarz-blauen Gewässer auf dem Grund der Gruben und Entwässerungsgräben spiegelt sich ein heller, oft dramatisch bewegter Wolkenhimmel, der in deutlichem Kontrast steht zu den schlichten und ruhigen Linienzügen des dunklen rostbraunen Moores.

Wenn in diesen Landschaften Menschen so gut wie nie dargestellt sind, so sind dennoch Eingriffe des Menschen in die Natur erkennbar. Dokumentiert werden soll dabei nicht die Zerstörung der Landschaft sondern vielmehr die indirekte Anwesenheit der armen Torfbauern in der kargen Landschaft. Nicht als Feind, sondern als Teil der Landschaft erscheint der Mensch. Seine Landschaften sind als Deutungshilfen menschlicher Anwesenheit zu verstehen. Im Mittelpunkt seines malerischen Werkes steht dabei die nordwestdeutsche Marsch-, Heide -und Moorlandschaft. Sein Stil, den er 1905 gefunden hatte, machte ihn zu einem achtbaren Vertreter der nordwestdeutschen Freilichtmalerei und als solchem mit einem leichten Zeitverzug zu einem wesentlichen Repräsentanten oldenburgischer  Malerei. 

( Anmerkung:

Bewertung der Arbeiten Bakenhus von Karl Veith Riedel „Gerhard Bakenhus-Wilhelm Kempin, Maler in Kreyenbrück“Isensee-Verlag, ISBN3-920557-69-7)

 

Hugo Duphorn, ein Schüler des Malers, berichtete am Sonntag,den 5. September 1897 in seinem Tagebuch:

 

Besuch beim Heidemaler Bakenhus

„ Woant hier eenewegens de Maler Bakenhus?“- So redet VaterBöning einen biedren Landsmann in Osternburg an.

„Maler Bakenhus-?-Nee!-

„ Na, ik meen denn Kunstmöler.“

„Soo-o, den Kunstmöler, ja, de woant in den tweeten Busch!“-

Wir haben das Haus erreicht; ein richtiges Oldenburger Bauernhaus – mit Strohdach, Misthaufen, Schweinen und Hühnern. Wir betreten dasHaus. Ein Köter bellt wütend auf und ein.

„ IsBakenhus woll to hus?“

“Joa, achter in de Stuben”, entgegnet uns die Bauersfrau, und schon öffnet sich die Tür, und der Maler kommt uns entgegen. Kurz werden wir, Richard und ich, vorgestellt, und wir treten ein „ in die Stuben“.

Welch überraschender Anblick: eine richtige Künstlerbude! Sinn verwirrend bedecken unzählige Skizzen und Studien die Wände, stehen auf Tischen und Stühlen, der Tisch ist mit allerhand Sachen bedeckt. - Ein Schlafsofa noch, das ist alles.

Auf der Staffelei ein begonnenes Bild! Das Innere eines Bauernhauses.

Wie eingehend und freundlich zeigt er uns die Sachen !- Wie muss der Mann gearbeitet haben, und wie arbeitet er noch —.

Nachdem wir alles besichtigt und er auch in seiner „ Kammer“ seine photographischen Aufnahmen gezeigt, pilgerte er mit uns hinaus aufs Moor und zeigte uns sein Studienfeld, kaum 10 Minuten von seinem Haus entfernt....

 

 

Sein Schüler Hermann Böcker erinnert sich  an Bakenhus in der von ihm 1970 herausgegebenen Broschüre „ Hermann Böcker „ – Rückschau und Gegenwart – mit der Bemerkung:

 

Dem Andenken des Meisters:

 

Mit 14 Jahren, am zweiten Ostertag des Jahres 1904, begann ich mit dem Studium bei Gerhard Bakenhus im damals wildromantischen Kreyenbrücker Moor. Der Meister malte oder schmökerte in seiner kunstgeschichtlichen Bücherei, ich mühte mich ab mit dem Zeichnen von Dingen die sich im Atelier fanden, hauptsächlich aber Blumen und Pflanzen.

Bakenhus hatte nach außen eine etwas raue Schale, war aber ein liebenswerter und sehr gewissenhafter Lehrer; wichtig zu sagen, dass er nie in die Arbeit des Schülers hinein korrigierte, sondern alles erklärte und auf alles Wesentliche hinwies. Der Schüler sollte von Anfang an selbständig werden. Das war zunächst hart, aber es trug mit der Zeit seine Früchte.

H.B.

 

 

Gerhard Bakenhus unterrichtete folgende Schülerinnen und Schüler:

 

Hugo Duphorn ( 1899 )

Wilhelm Kempin (seit 1900)

Johann von Wicht 1905/1906)

Hermann Böcker ( 1905 – 1910)

Heinz-Witte Lenoir (1898)

Franz Francksen ( 1912-1914)

Prinzessin Ingeborg von Oldenburg (um 1914)

Prinzessin Altburg von Oldenburg ( um 1914)

Georg Claus (um 1914)

Maria Meyer- Glaeseker ( seit 1917)

Margarethe Francksen - Kruckenberg ( nach 1919 )

Helene Kempin (nach 1920)

Amalie Hegeler ( vor 1920)

Walter Müller ( um 1925 )

Jona Detjen ( um 1923/24

Bertha Harbers (sie wird dem Kreis um Gerhard Bakenhus zugerechnet, siehe auch ihre Biografie)


 

Quellenangaben:

1. Gerhard Wietek - 200 Jahre Malerei im OldenburgerLand

2 .Hugo Duphorn - Erinnerungen eines Oldenburger Malers von Irla Duphorn-Kaiser

3. Biografisches Handbuch zur Geschichte des Oldenburger Landes

4. José Kastler - Heimatmalerei - Das Beispiel Oldenburg

5. Gerhard Bakenhus - Wilhelm Kempin, Maler in Kreyenbrück, Band 1 Stadtmuseum Oldenburg

6. Hermann Böcker - Rückschau und Gegenwart - Herausgegeben und Gesamtgestaltung: Hermann Böcker, 1970. Satz und Druck: Hans Holzinger, München

7. Katalog Marie Meyer-Gleseker, herausgegeben vom Stadtmuseum Oldenburg, Band18
1993, Isensee Verlag

8- Oldenburger Jahrbuch aus dem Jahre 1915,S. 77

9. Oliver Gradel - Kunstausstellungen im Oldenburger Kunstverein, 1843 - 1914

10. Fotorepro: Bakenhus mit Duphorn aus Rasteder Rundschau vom 9. Juli 2009

11. Ausschnitt eines Zeitungsartikels aus dem Jahre1987, anonym, undatiert, mit dem Titel: Jona Detjen: Aquarelle und Zeichnungen-Ausstellung im Kirchhatter Rathaus vom 5. bis 28. Februar. Jona Detjen gab an, dass ihre Holzbildhauerlehre begleitet war von Studien im Zeichnen bei Gerhard Bakenhus, Wilhelm Kempin und Hugo Zieger, bevor sie 1924 die Kunstgewerbeschule Hannover besuchte.


 


 


 


 

 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 

Friedrich Adam Wilhelm Barnutz


 


 

 


 


 


 


 


 


 


 


 

Der Maler Friedrich Adam Wilhelm Barnutz wurde am 11.Dezember 1791 in Jever als Sohn eines Zerbster Offiziers und einer Jeverländerin geboren. Aufgrund der politischen Zugehörigkeit zum Hause Anhalt-Zerbst waren Verbindungen zwischen Angehörigen des stationierten Zerbster Militärs und einheimischen Frauen nicht ungewöhnlich. So kam auch die Ehe des Schlosshauptmanns Johann Christian Barnutz (11.5.1750 – 8.2.1817) mit Mette geb. Friese (  11. 8. 1766 –2.1.1809), der Tochter eines jeverschen Kaufmanns zustande, der  zehn Kinder entstammten.

Friedrich Adam Wilhelm war das dritte Kind der Eheleute. Die elterliche Dienstwohnung lag über dem Burgtor des Schlosses. In dieser Umgebung, zwischen dem Schloss und seinen Befestigungen, wuchs der junge Maler auf. Die hier empfangenen Eindrücke sollten sich später nachhaltig in seinen Bildern niederschlagen. Hierher kehrte er 1810 zurück, nachdem er in Aurich das Handwerk eines Dekorationsmalers erlernt hatte. Dort wurden ihm die Grundlagen der Landschafts-und Porträtmalerei vermittelt, der er sich nach seiner Ausbildung stärker zuwandte. Schon 1817 wird berichtet, dass „er sich als Malerbrav ernähre“ und auch eines seiner jüngeren Geschwister unterstütze. Um 1823 musste Barnutz  die in einem Gebäudeteil  der Unterburg eingerichteten Wohnung wegen Baufälligkeit verlassen. In einem Haus am Kirchplatz richtete sich der Junggeselle neu ein, wo ihm seine ebenfalls unverheiratete Schwester und eine Nichte später  den Haushalt führten.

Barnutz blieb zeitlebens Autodidakt. Anregungen zu seinen Bildern mochte er von Bildern des Oldenburger Hofmalers J.H.W. Tischbein ( 1751– 1829) oder durch persönliche Kontakte mit Künstlern aus der oldenburgischen Region erhalten haben, aber im Grunde weisen seine Bilder in die Richtung einer mit humorischen Inhalten durchsetzten Laienkunst. Die Spannbreite seines  Schaffens zeigt eine kleine Sammlung im Schlossmuseum Jever, wo in einem Biedermeierzimmer Genrebilder, heimische Landschaftsgemälde und Porträts zusammengestellt sind. Zu seinen bekanntesten Bildern, die fast ausschließlich in Öl gemalt sind, gehören die Darstellungen „ Der Auszug der Franzosen aus Jever im Jahre 1813“ und „ der Eintritt der Kosaken in den Schlosshof zu Jever“, wobei letztere mehrfach entstanden und als Zweitanfertigung auch im Landesmuseum Oldenburg zu sehen ist. Daneben malte Barnutz vor allem Moritatenbilder für Verleger in Hamburg und Bremen sowie kleine, auf Porzellangesetzte Ansichten. Von dieser eher kunsthandwerklichen Seite seines Schaffens ist bislang so gut wie nichts bekannt, wie auch der künstlerische Nachlasswissenschaftlich praktisch unbearbeitet geblieben ist.

Der Maler Friedrich Adam Wilhelm Barnutz starb am 10.5.1867 in Jever.

 

Quellenangaben:

 

Biografisches Handbuch zur Geschichte des Landes Oldenburg,S. 48-49,

ISBN 3-89442-135-5

 


 

Georg Emil Baumann


 


 


 


 


 


 


 


 


 

Georg-Emil Baumann wurde am 10.1.1891 in Elberfeld geboren. Nach der Schulzeit begann er von 1906 bis 1911 ein Studium an Kunstgewerbeschulen und übte praktische Tätigkeiten  als Dekorationsmaler aus. Von 1911 bis 1913 studierte er an der Staatlichen Kunsthochschule in Berlin und machte dort das Examen für Kunsterziehung. Ab 1913 arbeitete er als Kunsterzieher ab 1917 als Kunsterzieher am Rüstringer Realgymnasium und später an den Oberschulen der vereinigten Jadestadt . Diese Tätigkeit übte er bis 1956 aus, dann war er freischaffend tätig.

 In seiner Freizeit schuf er Ölgemälde, Aquarelle sowie Kreide,- Bleistift- und Federzeichnungen, außerdem widmete er sich dem Holz- und Linolschnitt.

Nach dem Kriege war er am Mitaufbau des zerstörten Heimatmuseums beteiligt. Er gehörte zu den Mitbegründern des 1922 gegründeten Heimatvereins Rüstringen, der 1937 in den Heimatverein Wilhelmshaven aufging.

1922 gestaltete Baumann die künstlerische Gestaltung von Notgeldscheinen mit Motiven aus der jadestädtischen Wirtschaft und Schifffahrt.

In der Zeit vom 7. Mai bis 6. Juni 1944 beteiligte sich Georg Emil Baumann  an der Kunstausstellung Gaukulturtage Weser-Ems im „Augusteum“ zu Oldenburg. Neben ihm stellten dort  unter anderem Heinrich Bley aus Neuenburg, Alfred Eden-Bant aus Wilhelmshaven, Poppe-Folkerts und Julian Klein von Diepold aus Norderney, Otto Naber, Hans Trimborn, Walter Howard und eine größere Anzahl Oldenburger Künstler  aus.

Als 1948 der Heimatverein unter dem Namen „ Die Boje“ wieder ins Leben gerufen wurde, übernahm Georg-Emil Baumann den Ehrenvorsitz, den er bis 1961 ausübte.

1947 war er an der Neugründung der Freimaurerloge „ Wilhelm zum silbernen Anker“ beteiligt, der er seit 1920 angehörte. Von 1955 bis 1965 war er Meister vom Stuhl.

1948 entstand das heutigen Wilhelmshavener Stadtwappen mit Rüstringer Friesen nach einem Entwurf Baumanns.

 

1935 fand in Wilhelmshaven die Ausstellung „ Maler als Chronisten“, statt. Es handelte sich dabei um eine Werkschau von Arbeiten, die der Kunstsammlung Alt-Wilhelmshavens entstammte. Im November des Jahres gelangte sie zur Kaiser-Friedrich-Kunsthalle, wo sie einige Wochen den kunstinteressierten Bürgern gezeigt wurde. Neben Arbeiten Baumanns fanden sich dort Arbeiten von Otto Naber, Grotemeyer- Kips, Heinrich Oeltjen, MartinBetzou, Eden-Bant, Harms-Rüstringen und Siehl-Freystett.

Er starb am 2.2.1977 in Wilhelmshaven.

Arbeiten von ihm befinden sich in der Kunsthalle Wilhelmshaven und im Landesmuseum Oldenburg.

 

Quellen:

Wilhelmshavener Heimatlexikon, 5. Folge vom  27.Oktober 1987, S. 36.

Kunst an der Jade, Wilhelmshaven 1912 – 1987- Verein der Kunstfreunde für Wilhelmshaven, herausgegeben 1987.

Gerhard Wietek – 200 Jahre Malerei m Oldenburger Land, S.248


 

Almuth Baumfalk

 

 

Almuth Baumfalk wurde 1962 in Aurich geboren. Von der Fachhochschule für Design in Münster wechselte sie zum Studium der freien Malerei an die Hochschulef ür Bildende Künste in Braunschweig, das sie , nach einem einjährigen Aufenthalt an der „ School of the Art Institut of Chicago, 1992 als Meisterschülerin  von Alfred Winter-Rust abschloss. Miteinem DAAD- Stipendium ging sie erneut nach Chicago. Von dort kehrte sie 1996 nach Aurich zurück. Seit 1997 lebt und arbeitet sie in Berlin. Seit 1994 ist sie mit dem aus Hongkong stammenden amerikanischen Objekt- und Fotokünstler Lap Wing Yip verheiratet.

Nähere Angaben über die Künstlerin finden Sie auch auf ihrer Homepage

www.almuth-baumfalk.de/

 

Quelle:

 

Bildende Kunst in Ostfriesland – Moderne und Tradition, herausgegeben vom Ostfriesischen Landesmuseum Emden 2011, S. 147-148.

 

www.almuth-baumfalk.de/

 

C. Behling
 

Behling war Mitglied der Künstlervereinigung "Die Barke", die am 10. April1921 und im März 1922 im Augusteum in Oldenburg ausstellte. Detaillierte Angaben über die Barke sind in der Biografie Gerd Meyer beschrieben. Infos oder Fotos über C. Behling erbeten.



Willy Behrends

 

Über den Künstler Willy Behrends ist bislang nicht sehr viel bekannt. Deswegen bin ich über jede Information dankbar, die dazu beiträgt, seine Biografie zu vervollständigen.

Wer Arbeiten des Künstlers besitzt, dem bin ich dankbar, wenn er mir ein Foto der Arbeit zur Verfügung stellen könnte. Auch Fotos von dem Künstler suche ich.

 

Willy Behrends wurde 1904 in Bant/Wilhelmshaven geboren. 1934 nahm er mit zwei Arbeiten an der Dezemberausstellung des Oldenburger Kunstvereins teil. Bis 1968 war er  Oberschullehrer am Alten Gymnasium in Oldenburg tätig. Bis zu seinem Tode 1971 war er für Oldenburg, Wilhelm-Krüger-Straße 38 gemeldet.

Arbeiten von ihm befinden sich im Besitz der Landessparkasse zu Oldenburg un der Oldenburger Landesmuseums.

   


Hermann Bergmann

 


 


 


 


 


 


 


 


 

Über den akademisch ausgebildeten Kunstmaler Hermann Bergmann gibt es zur Zeit nur wenige Informationen, zumal der Maler früh verstorben ist. Ausstellungstätigkeiten sind hier bislang nicht bekannt geworden.

Hermann Bergmann wurde um 1900 in Neuengroden geboren. Er besuchte im späteren Wilhelmshaven das Gymnasium. Anschließend studierte er in Berlin an der Preußischen Akademie die Bildende Kunst.

Nach der akademischen Ausbildung kehrte er in den 20er Jahren nach Wilhelmshaven zurück und widmete sich dort der Landschaftsmalerei.  In den 30er Jahren erkrankte er schwer und starb um 1935.

Bekannt ist, dass er seine Arbeiten mit den Buchstaben HB monogrammierte.

Sollte jemand weitere Informationen über den Maler haben, wäre ich für einen Hinweis dankbar.

 


 

 Carl Berndt


 

 


 


 


 


 


 


 


 

Hin und wieder tauchen Ölgemälde mit Blumenstillleben, manchmal Landschaften, des Malers Carl Berndt im Oldenburger Raum auf. Die Arbeiten bestechen durch eine detailreiche Darstellung der Blumen ebenso genaue und feine Ausführung der Motivei.

Die Biografie dieses Malers wurde mit aufgenommen, da sich eine große Anzahl seiner Gemälde auch in Oldenburg und dem Umland großer Beliebtheit erfreuen. Leider ist das Interesse an Blumenstillleben in den letzten Jahren zurückgegangen.

Der Maler Carl Berndt wurde am 6. September 1878 in Delmenhorst geboren. Nach der Schule erlernte Berndt das Malerhandwerk. Anschließend besuchte er in Berliner Malerschule für dekorative Kunst und die Kunstgewerbeschule zu Altona. Er machte sich danach als freischaffender Maler selbständig und widmete sich der Blumenmalerei.

Seine Gemälde wurden vielfach nachgefragt. Durch Kunstdrucke, die der Münchner Kunstverlag Hanfstaengl nach den Originalen Berndts anfertigte und bundesweit in den Handel brachte, machte sich Berndt über die Grenzen hinaus einen Namen.

Im 2. Weltkrieg verlor Carl Berndt durch Kriegseinflüsse seine Ehefrau,  den Sohn und sein Hab und Gut. Er kehrte  nach Delmenhorst zurück und begann dort einen Neunfang. Er widmete sich erneut der Blumenmalerei. 1948 fand anlässlich seines 70. Geburtstages eine Ausstellung statt.

Zwei Jahre später, am 29. März 1950, starb Carl Berndt in Delmenhorst.

 

Wenn jemand weitere Informationen über diesen Maler besitzt ,dem wäre ich dankbar, wenn er sich mit mir in Verbindung setzt.


 Quellenangaben:

 

1.  Der Oldenburgische Hauskalender oder Hausfreund auf das Jahr 1951, 125. Jahrgang, Seite 42.


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 

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Martin Betzou


 


 


 


 


 


 


 


 

Martin Betzou wurde am 29.4.1893 in Brome (Kreis Isenhagen) geboren. Nach dem Besuch der Oberrealschule in Wilhelmshaven nahm er am 1. Weltkrieg teil. Er wurde als Leutnant der Marine – Infanterie in Frankreich eingesetzt. Nach dem Ende des Krieges studierte er an der Kunstgewerbeschule Hamburg bei Arthur Illies und an der Kunsthochschule in Berlin bei Arthur Kampfs. Außerdem war er Mitarbeiter im Atelier von Pierre Bonnards in Paris.

Ende der 20er Jahre arbeitete er in Hamburg.

Betzou entwickelte sich zum Porträtmaler und zeichnete unter anderem für die Wilhelmshavener Zeitung in den 30er Jahren eine Reihe Wilhelmshavener Persönlichkeiten.

1924 richtete er sich in Wilhelmshaven am Bismarckplatz ein Atelier ein.

Seine Arbeiten stellte er gerne in der Galerie Dobberkau in der Marktstraße aus.

1931 verließ er Wilhelmshaven, ihn zog es ihn nach Berlin. Am Kurfürstendamm richtete er sich ein Atelier ein und war dort einer der meistbeschäftigsten

 Porträtisten. Während des 2. Weltkrieges wurde sein Atelier  durch Bomben zerstört.

Nach 1945 lebte er in Hamburg. 1950 wurde in Wilhelmshaven eine Ausstellung mit seinen Arbeiten ausgerichtet.

Der Porträtist und Kunstmaler starb am 14.10.1973 in Norderstedt-Harksheide.

Die Stadt Wilhelmshaven kaufte mehrere seiner Arbeiten für die städtische Gemäldesammlung an.

 

Gerhard Wietek, 200 Jahre Malerei im Oldenburger Land, S.250.

Wilhelmshavener Heimatlexikon, 5. Folge v. 27.10.1984, S. 42.

Kunst an der Jade – Wilhelmshaven 1912 – 1987, herausgegeben 1987 vom Verein der Kunstfreunde für Wilhelmshaven e.V.



 

 Hinricus Bicker - Riepe

 

Hinricus Bikker wurde am 21.Juli 1925 In Riepe geboren.

Nach einer Lehre als Dekorationsmaler in Wilhelmshaven und der Kriegsteilnahme arbeitete der Autodidakt  seit 1945 als freischaffender Künstler.

1948 ließ er sich in Wilhelmshaven nieder und war dort ab 1951 als freier Mitarbeiter, ab 1955 bis zu seiner Pensionierung als Angestellter Zeichner am Institut für Marschen - und Wurtenforschung tätig. Als sich 1947 Künstler zur Künstlervereinigung " Der Keil" zusammenschlossen, gehörte Hinrichs Bikker zu den Künstlern, die sch der Gruppierung anschlossen. 

Der Maler  blieb auch nach seinem Eintritt in den Ruhestand  künstlerisch aktiv. 

In der Zeit vom 2.10.1955 - 30.10.1955 nahm er an einer Ausstellung des Bundes Bildender Künstler Nordwestdeutschlands, Gruppe Oldenburg, an einer Ausstellung im Kausaler Museum teil.

Im Januar 1956 nahm er an einer Ausstellung des BBK, Gruppe Oldenburg, in den Theatervorräumen im Großen Haus des Staatstheaters und im Oldenburger Schloss teil.

Nach seiner Heirat im Jahre 1959, setzte er seinen Künstlernamen Becker - Riepe aus dem Nachnamen seiner Frau ( Becker) und seinem Geburtsort Riepe zusammen.

In der Zeit vom 2.7.1960 bis 31.7.1960 nahm er an der Niedersächsischen Kunstausstellung der im BBK zusammengeschlossenen Künstlergruppen im Neuen Gymnasium , Alexanderstraße, teil.

1969 erhielt er den ersten Preis der Biennale delle Regione in Ancona/Italien.

1984 verzog er nach Westerstede – Kirchlloh ( GemeindeIlow).

Er starb am 6.2.1997 in Aurich.

Hinricus Bicker-Riepe war ein begnadeter Holz – und Linolschneider. Er erfuhr bereits früh überregionale Anerkennung und stellte international aus.


Im Rahmen der Eröffnung der ersten Kunstausstellung der VHS Leer am 20.9.1963  wurden Holz- und Linolschnitte von Hinricus Bicker-Riepe in der Osterstegschule gezeigt.

Herausgegeben wurde auch das „Ostfriesische Andachtsbuch“ mit 53 Holzschnitten des Künstlers.

Arbeiten von ihm befinden sich im Kunsthaus Leer und sind im Besitz des Landesmuseum Emden.


 

Quelle:

Bildende Kunst in Ostfriesland, herausgegeben vom Landesmuseum Emden 2011, S. 148.

Heiko Jörn, Ein Beitrag über Bicker - Riepe für die Ostfriesische Landschaft , Band 4, Aurich 2007

Internetauftritt der Volkshochschule Leer - Geschichte der VHS Leer -.

Kunst an der Jade, Wilhelmshaven 1912 - 1987, herausgegeben vom Verein der Kunstfreunde für Wilhelmshaven.

Ausstellungskataloge des BBK Oldenburg aus den Jahren 1955, 1956 und 1960.


 


 Johannes Georg Bietz


 

Johannes Georg Bietz wurde am 23. August 1913 als Sohn des Tischlermeisters Friedrich Adolf Bietz und dessen Ehefrau Adolfine Henriette Martha geborene Thiele in Ihrhofe, Kreis Leer, geboren.

Er besuchte ab Ostern 1919 die Volksschule in Ihrhofe, 1925, nach dem Umzug nach Leer, die Osterstegschule .

 

Nach der Schulzeit wurde er 1927 zunächst zum Mechaniker ausgebildet, die er 1931 abschloss. Anschließend arbeitete er vier Monate lang in einer Kraftfahrzeugwerkstatt.

 

Ende 1931 entschloss er sich, sich in Zukunft künstlerisch zu betätigen, zumal er das Talent dafür bereits in der Schule hervorgebracht hatte.

 

1934, im Rahmen einer Ausstellung, präsentierte er ein Ölgemälde - Porträt seiner Mutter-, das ihm viel Beachtung und Anerkennung einbrachte.

Es folgte 1938 eine Ausbildung an der Nordischen Kunsthochschule in Bremen unter Anleitung des Professors Horn, deren Finanzierung erst  durch Stipendien seitens der Stadt Leer ermöglicht wurde. Durch eine Tuberkuloseerkrankung konnte er das Studium erst 1941 abschließen.

Johannes Georg Bietz blieb seiner Heimat treu. Er kehrte nach dem Studium zurück und schuf als freischaffender Künstler Porträts und Gemälde der Ostfriesischen Landschaft.

 

Seine Arbeiten fallen dabei durch ihre Schwermütigkeit, die Bietz in beeindruckender Weise auf die Leinwand bringen konnte, auf.

Bereits mit 34 Jahren, am 6. Januar 1948, starb er in Leer. Es existieren  etwa 80 bis 90 Arbeiten in Form von Pastellzeichnungen, Zeichnungen, Aquarellen und Ölgemälden, die heute überwiegend in privatem Besitz sind.

Während seiner kurzen Lebensphase nahm Bietz zu Lebzeiten an mehreren Ausstellungen teil, und zwar 1936,1942 , 1943 und 1944. 1969 wurden in Weener und 1986 Ausstellungen durchgeführt, bei denen seine Arbeiten gezeigt wurden.

 

Seine letzte Ruhestätte fand der Maler  in Leer auf dem Friedhof an der Heisfelder Straße.

 

 

Quellen:

Günther Robra – Ein Aufsatz für die Ostfriesische Landschaft -

Broschüre des Heimatmuseum Leer zur Ausstellung vom 4.10.-12.10.1986


 

Otto Blanck


 


 


 


 


 


 


 


 

Der Kunstmaler Otto Blanck  wurde am 4. März 1912 im damaligen  Rüstringen, jetzt Wilhelmshaven, im Stadtteil Siebetsburg  als Sohn des Schiffszimmermanns Wilhelm Blanckund dessen Ehefrau Annchen Blanck, geb. Röben, geboren. Die Mutter stammte aus Büppel bei Varel, der Vater aus Robe in Pommern. Er arbeitete als gelernter Schiffszimmermann auf der kaiserlichen Wilhelmshavener Werft in Wilhelmshaven und konnte so der Familie ein finanzielles Auskommen bieten.

1915 starb der Vater; die Mutter nahm eine Stelle als Reinigungskraft auf der Wilhelmshavener Werft an, um den Lebensunterhalt sicherstellen zu können.

 

1918 wurde Otto Blanck  in die Volksschule in Wilhelmshaven eingeschult. Bereits nach kurzer Zeit fiel auf, dass er sehr gerne zeichnete und malte. Er hatte offenbar Talent dafür und konnte  sehr geschickt mit dem Zeichenstift umgehen.  Im Alter von vierzehn Jahren verließ er nach achtjährigem Schulbesuch die Schule und wurde Lehrling bei dem Malermeister Onnen in Wilhelmshaven; die Lehrzeit dauerte von 1926 bis 1930. Nach der Gesellenprüfung arbeitete Blanck unter anderem bei dem Malermeister Thoben in Wilhelmshaven.

 

Bis zu seinem 25. Lebensjahr verdiente Otto Blanck seinen Lebensunterhalt als Maler und Anstreicher.

 

In seiner Freizeit hatte er sich jedoch immer künstlerisch betätigt und sah plötzlich die Chance, sein künstlerisches Talent in einen entsprechenden, anspruchsvolleren Beruf einzubringen.

1937 wurde er Bühnenmaler beim Stadttheater in Wilhelmshaven. Er entwarf  Bühnenbilder und malte Kulissen für Theaterstücke.

Als Anfang 1938 die „Provinzialstelle für Marschen - und Wurtenforschung„ in Hannover eine Abteilung in Wilhelmshaven etablierte und Grabungszeichner gesucht wurden, bewarb er sich mit einigen seiner Zeichnungen um diese Stelle.

 

Er bekam aufgrund dieser Arbeiten nach kurzer Zeit einen Anstellungsvertrag und verließ aus diesem Grunde im Oktober 1937 das Stadttheater Wilhelmshaven.

Aufgrund der vorgelegten Arbeiten bekam er einen Anstellungsvertrag und verließ das Stadttheater Wilhelmshaven.

 

Die neue Tätigkeit verschaffte Otto Blanck Zufriedenheit, weil sie anspruchsvoller war und er bei der  Arbeit seine zeichnerischen Fähigkeiten ständig anwenden und  verfeinern konnte.

Wie sich herausstellte, erhielt er seinen Lohn, der ihm für die Arbeit zustand, nicht immer regelmäßig,weil die Marschen - und Wurtenforschung unter immer wiederkehrender Geldknappheit litt und auf Fördermittel oder Spenden angewiesen war. Die Arbeit gefiel ihm jedoch so gut, dass er dabei blieb und die finanziellen Unwägbarkeiten  in Kauf nahm.

 

 

Ein weiterer Zeichner im Institut war der  1913 geborene Wilhelmshavener Maler und Grafiker Heinz Janszen (1913-1960), mit dem Blanck bereits vor ihrer gemeinsamen Tätigkeit befreundet war. Sie verbrachten einen Großteil ihrer Freizeit miteinander und hatten 1937, gemeinsam mit einigen weiteren Malerfreunden, darunter dem später im Krieg gefallenen Adi Bender, eine Reisee ntlang der südlichen Ostküste unternommen.

 

Über Rügen gelangte die Reisegruppe bis nach Robe, der Heimatstadt von Blancks Vater.

 

Etwas später unternahm Otto Blanck eine weitere Reise mit  Künstlerfreunden an den Rhein bis hinauf zum Schwarzwald.

 

Während seiner Tätigkeit in der Marschen-und Wurtenforschung lernte Otto Blanck Hildegard  Hoppe kennen, die dort ebenfalls eine Anstellung in dem Betrieb gefunden hatte. Beide heirateten im Mai 1940.

 

Nur wenige Tage nach der Heirat erhielt Ottto Blanck am 10. Juni 1940 seine Einberufung zur Wehrmacht, zunächst mit Standort Oldenburg–Kreyenbrück. Er gehörte zunächst dem Bauersatz-Bataillon 10 an und wurde vom 23.8.1940 bis inden Oktober hinein nach Brüssel verlegt.

Anschließendfast ein Jahr lang Arbeitsurlaub von der Wehrmacht, so dass er nach Wilhelmshaven zurück reisen und seine Tätigkeit  bei der Marschen–und Wurtenforschung wieder aufnehmen konnte. Zu seinem Tätigkeitsfeld gehörte auch die Teilnahme an  archäologischen Grabungen, die  beim Bunkerbau in Wilhelmshaven im Mühlenweg vorgenommen wurden. Außerdem übernahm er die zeichnerische Dokumentation der Arbeiten und möglicher vorgeschichtlicher Funde.

 

Nur wenig später wurde er erneut einberufen und zur 6. Armee nach Russland abkommandiert. Während dieser Zeit hatte er Gelegenheit, sich in Russland und am Schwarzen Meer als Maler zu betätigen. Er schuf unter anderem auch Wandgemälde.

 

1942, kurz vor dem Zusammenbruch der 6. Armee, erkrankte Blanck an Fleckfieber und wurde nach Hamburg ausgeflogen. Nach seiner Genesung wurde er zunächst zu einer Einheit in Lüneburg verlegt, durfte dann jedoch  von Weihnachten bis Anfang März 1943 zu einem Genesungsurlaub zu seiner Familie nach Wilhelmshaven zurückkehren.

 

Anschließend wurde er von Wilhelmshaven über Hamburg-Wandsbeck nach Italien geschickt:

 

Als Angehöriger des Afrika-Korps kam er nach Tunesien. Bei der Überfahrt wurde der Truppentransport mehrfach von Bombern angegriffen. Mit Glück überstand Otto Blanck die Schiffsfahrt, am 11. März 1943 traf er inTunesien ein.

Seine Teilnahme am Krieg nach jedoch schon nach wenigen Wochen eine dramatische Wende mit der Kapitulation des Afrika-Korps im Mai1943.

 

Blanck geriet in französische Kriegsgefangenschaft und wurde in Nordafrika im Lager Sidi -Yadin interniert: Am 19. Mai 1943 schrieb er seinen ersten Brief in die Heimat (Gefangenennummer T 71956, Lager 16-Sidi-Yahia -).

 

Blanck wurde während seiner Kriegsgefangenschaft zunächst im Straßenbau eingesetzt. Es sprach sich allerdings schon nach kurzer Zeit  unter den Lagerinsassen und  Aufsehern herum, dass er versierter Zeichner und Kunstmaler war. In Folge erhielt er von Franzosen Arbeitsaufträge.Von der Qualität seiner Arbeiten überzeugt, versorgten sie ihn mit Papier und Farben. Zudem erhielt er die Erlaubnis, das Lager auch ohne Bewachung verlassen zu dürfen, um sich der Aquarellmalerei und dem Zeichnen zu widmen.

 

Das Vertrauen, dass ihm entgegengebracht wurde, quittierte er, indem er viele seiner Arbeiten  an  französische Offiziere verschenkte.

 

Vermutlich im September 1947 wurde er nach vierjährigerGefangenschaft  nach Frankreichverlegt  und arbeitete auf einerPlantage in Le Pouzin in der Ardeche.

 

Sieben Monate später, im Sommer 1948, wurde er aus der  Kriegsgefangenschaft entlassen und kehrte nach Wilhelmshaven zurück.

 

Blanck erhielt erneut seinen alten Arbeitsplatz als Zeichner bei der mittlerweile umbenannten Landesstelle für Marschen -  und Wurtenforschung und traf dabei auch seinen alten Freund Heinz Janszen wieder.

Dieser hatte in den vergangenen Jahren intensiv künstlerisch gearbeitet und 1945 eine gemeinsame Ausstellung mit Diedrich Janssen-Jenenelt (1889-1983) in der „ Truhe“ von Hein Behrens gehabt.

 

1947, als Otto Blanck sich noch in Nordafrika in Kriegsgefangenschaft befand, gründete der Wilhelmshavener Erich Eichweber (1908-1948)gemeinsam mit Heinz Janszen, dem aus Nürnberg stammenden Oskar Rieß (geb.1903-?)und dem Oldenburger Maler Alfred Bruns (1907- 1974) die Künstlergruppe „ Der Keil“. Die Gruppe stellte ihre Arbeiten zunächst im Januar 1948 in Nürnberg und im Februar desselben Jahres  in der damaligen Galerie Schwoon in Oldenburg aus. 1949 folgte eine Ausstellung in der Wilhelmshavener Kunsthalle. Zu dieser Zeit war der Gründer Erich Eichweber jedoch bereits verstorben und die Künstlergruppe hatte sich in Folge aufgelöst.

 

Janszen nahm den Namen der Künstlergruppe ernst und suchte entsprechend spaltend zur Mitte des Seins, zum Ursprünglichen und Schöpferischen, vorzudringen.

 

Blanck hingegen hatte in der  Gefangenschaft die Aufbruchsstimmung und die neuen Kunstströmungen  in seiner Heimat nicht wahrgenommen. Er blieb unbeeinflusst davon und widmete sich der gegenständlichen  Malerei, die sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreute.

 

 

Obwohl sich beide Künstler stilistisch voneinander entfernten und andere Auffassungen von Inhalt und Ausdruck der Malerei entwickelten, litt ihre Freundschaft erstaunlicherweise nicht.

 

Im Rahmen einer Weihnachtsausstellung 1948  stellte Otto Blanck in der Kunsthalle Wilhelmshaven Aquarelle aus, die während seiner Gefangenschaft in Afrika entstanden. Sie fanden unter den Besuchern viel Beachtung.

 

Im folgenden Jahr verlegte er seinen Wohnsitz von Wilhelmshaven nach Oldenburg, weil ihm sein dort lebender Schwager Adolf Butt eine Anstellung als Malergeselle angeboten hatte und die beruflichen sowie finanziellen Perspektiven verlockend erschienen. Außerdem wollte er möglichstschnell seine Meisterprüfung ablegen, um sich danach  selbstständig machen zu können.

Die Familie wohnte aus finanziellen Gründen weiterhin in Wilhelmshaven, während Blanck in Oldenburg die Meisterschule für das Malerhandwerk besuchte.

Im selben Jahr lernte er in Oldenburg während einer kurzfristigenAnstellung bei der Firma Röben die Maler Emil Brose (1901-1962) und  Johann Ransleben (1906-1980) kennen. Die beiden bevorzugten, ebenso wie er, die Landschaftsmalerei. Man tauschte sich aus, freundete sich an und besuchte sich hin und wieder.

 

1952 legte Blanck die Meisterprüfung  mit Auszeichnung ab und hatte nun die Möglichkeit, in Oldenburg ein eigenes Geschäft aufzubauen. Während die Familie  in der Schliefenstraße ein neues Zuhause fand, machte sich Blanck mit zwei Gesellen und zeitweilig einem Lehrling  selbstständig.

 

Obwohl  die Weiterbildung zum Malermeister und der Beruf ihn sehr gefordert hatten, nahm er dennoch jede sich bietende Gelegenheit war, um mit dem Fahrrad auf der Suche nach geeigneten Motiven durch die Natur zu fahren.

 

Zusammen mit Brose, der sich 18 Jahre lang in Dresden als Kunstmaler betätigt hatte  und 1938 nach Oldenburg gekommen war, unternahm er zum Teil ausgedehnte Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung, die sie nach Ostfriesland, ins Ammerland, in die Wesermarsch und in die Sielorte der Nordsee führten. Dabei besuchten sie einige Male dem Maler Franz Radziwill.

Während des Malens in der Natur legten sowohl Blanck als auch Brose Wert darauf, ihre Arbeiten vor Ort zu beenden.

 

Eine Fertigstellung der Arbeiten zu einem späteren Zeitpunkt lehnten sie ab. Allenfalls Korrekturen, die erforderlich wurden, wenn die nassen Bilder  beim Transport Kontakt zu anderen Materialien fanden und es dadurch zu  Verwischungen der Ölfarbe kam, wurden von ihnen akzeptiert und ausgeführt.

 

 

Blanck bestritt in erster Linie seinen Lebensunterhalt durch sein Malergewerbe. Hin und wieder erhielt er Aufträge, Häuser oder Bauernhöfe zu malen. Zudem war es damals noch  üblich, unaufgefordert Gemälde eines Bauernhofes zu malen und dem Hofbesitzer  zum Kauf anzubieten.

 

Emil Brose trat Anfang der 50-iger Jahre dem Oldenburger Bund Bildender Künstler bei und übernahm 1953 die Ausstellungsgruppe „ Freie Gruppe“ im BBK.  Blanck wurde 1955 Mitglied dieser Gruppe. 

 

 

Die Freundschaft mit  Brose, Ransleben und Janszen pflegte Otto Blanck so intensiv, dass es immer wieder zu einem wertvollen Gedankenaustausch untereinander kam. Blanck und Brose hatten  mehrfach die Gelegenheit, ihre Arbeiten gemeinsam in Ausstellungen zu präsentieren, 1957 hatten Blanck und Janszen, der mittlerweile ebenfalls dem BBK beigetreten war, im Oldenburger Schloss eine Ausstellung.

 

1960, Blanck war mittlerweile in die Egerstraße umgezogen, starb sein Freund Heinz Janszen im Alter von sechsundvierzig Jahren; bereits zwei Jahre später starb Emil Brose im Alter von einundsechzig Jahren.

 

 

Bis zu seinem zweiundsechzigsten Lebensjahr führte Blanck den  Malerbetrieb, dann ging er 1974 in den Ruhestand. Neben einer großen Anzahl Auslandsreisen, die er mit seiner Frau unternahm, widmete er sich nur noch der Malerei.

 

In den folgenden acht Jahren  nahm er an über dreißig Ausstellungen innerhalb des BBK  teil, die ihn unter anderem nach Goslar, Groningen, Hannover, Varel, Nordenham, Wilhelmshaven, Emden, Bonn, Hude und Stade führten.

 

Oldenburg jedoch blieb der Mittelpunkt seiner Ausstellungstätigkeit. Im März 1955 hatte Blanck  im Oldenburger Stadtmuseum eine Ausstellung mit dem Titel „Bilder aus dem Süden“.

 

Der Kulturausschuss der Stadt Oldenburg beschloss 1963 den Ankauf eines seiner Gemälde.

 

Seine letzte Ausstellung  anlässlich des 35jährigen Bestehens des BBK am 16. Mai 1982 erlebte der Maler nicht mehr. Vier Tage vor der Ausstellungseröffnung starb er überraschend. Otto Blanck wurde in Oldenburg auf dem Friedhof der Auferstehungskirche beigesetzt.

 

Eine nachträgliche Würdigung erfuhr er  1998  durch eine Ausstellung seiner Arbeiten im Rahmen der Kunstmeile in Leer. Ehrung und Wertschätzung war zudem die Aufnahme seiner Kurzbiografie in das Künstlerlexikon Saur.

 

Als Künstler war Blanck  in erster Linie ein Landschaftsmaler, der sich dem Gegenständlichen verpflichtet sah. Viele seiner Ölgemälde oder Aquarelle sind impressionistisch geprägt. Die stets neuen Natureindrücke die auf Blanck während seiner Touren ins Ostfriesische und im Oldenburger Raum wirkten, machten eine schnelle Malweise erforderlich, schließlich wollte er sich an diesen Tagen nicht  nur an einen Ort aufhalten, sondern weitere  Eindrücke an anderer Stelle  festhalten. Deshalb entwickelte der Maler einen ihm eigenen und unverkennbaren Malstil:

 

Heitere Farben, luftige wie pastose, geschickt anordnet, geben seinen Bildern eine ganz besondere Ausstrahlung.

Blanck verfing sich nicht in zeitraubender Detailarbeit,sondern setzte die Farben in der Fläche des Bildes so geschickt nebeneinander, dass eine große Raumstiefe entstand. Dieser manchmal skizzenhafte Malstil lässt gleichwohl nie den Eindruck aufkommen, das Gemälde sei unvollendet.

 

Blanck ging es darum, die Stimmung und die Eindrücke, die gerade in diesem Moment auf ihn einwirkten, fest zu halten.

 

Die Werke, die er im Laufe seines Lebens schuf, spiegeln ein Stück intakte, aber doch zerbrechliche und vergängliche Natur wider. Heute sind seine Arbeiten deshalb  zeitgeschichtlich wertvoll. Sie dokumentierenein Stück Vergangenheit und Geschichte, so wie damals, als er  Zeichner bei der Marschen-und Wurtenforschung war und Gegenstände, die bei Ausgrabungen dem Erdreich entnommen wurden, auf Papier fest hielt.

 

 Quellenangaben:

 

1.      Informationen über das Leben des Malerserhielt ich in Gesprächen mit der Witwe und den Kindern des Künstlers.

2.      Ausstellungskatalog des Stadtmuseum Oldenburg, Sonderausstellung Alfred Bruns vom 17.7.1994-15.8.1994, Band 20,Seite 41 -53 (Alfred Bruns und die Künstlergruppe“ Der Keil“), ISBN 3-89442-210-6

3.  Kunst an der Jade, Wilhelmshaven 1912-1987, herausgegebenvom  Kunstverein Wilhelmshaven e.V.,Seite 22, 27 ff.,43, 51,105,131,134 ff.,138 ff., 177.,Herausgeber: Verein der Kunstfreunde für Wilhelmshaven e.V.

3.     NWZ-ArtikelOldenburger Nachrichten-Feuilleton- vom 25.11.1953. Überschrift: Arbeiten der „Freien Gruppe“ im Oldenburger Kunstverein.

 5. NWZ-Artikel vom Sonnabend, den 5. 12.1953. Überschrift: Weihnachtsausstellung der „ Freien  Gruppe“  Oldenburger Künstler im Schloss .

6.     NWZ-Artikelvom 7.12.1954.Überschrift: Weihnachtsausstellung der „FreienGruppe“-Oldenburger Künstler zeigen ihre Arbeiten im Stadtmuseum.

7.     NWZ-Artikel vom 26.3.1955. Überschrift: Ausstellung „Bilder aus dem Süden“ im Oldenburger Stadtmuseum.

8.     NWZ-Artikel vom 7.5.1955 über vom Schul-und Kulturausschuss des Rates angekaufte Bilder.

9.     NWZ-Artikelvom 28.11.1955. Überschrift: Weihnachtsausstellung der „Freien Gruppe“ in den Räumen des Kunstvereins im Landesmuseum.

10.  NWZ  Nr. 124, Artikel  vom 30.5.1956. Überschrift: Oldenburger Künstler stellen in Hannover aus.  

11.  NWZ-Artikel vom 4.1.1956. Überschrift: Grafik und Plastik Oldenburger Künstler in den Theatervorräumen im Großen Haus und im Schloss.

12.  NWZ Nr.280, Artikel vom 2.12.1958. Überschrift: Die Freie Gruppe stellt aus -Weihnachtsausstellung im Oldenburger Stadtmuseum)

13.  NWZ Nr.298 vom 21.12.1962- Die Freie Gruppe im BBK-Ausstellung in den Räumen des Oldenburger Kunstvereins im Alten Schloss-.

14.  NWZ Nr.120, Artikel  vom 25.5.1966. Überschrift: Malerei der Freien Gruppe im BBK-Ausstellung in den Räumen des Oldenburger Kunstvereins-.

15.  Der Oldenburger, Jahrgang 5 Nr. 5, Mai 1966 –Die „Freie Gruppe“

      16.NWZ vom 20.12.1969 – Kunst und Wissen -,„Weihnachtsausstellung des BBK

17. NWZ-Ausschnitt  vom 16.10.1976 – Kunst und Wissen –„Arbeiten von 33 Künstlern aus Oldenburg und Ostfriesland in Bonn ausgestellt“.

      18. NWZ-Ausschnitt vom 24.2.1977 „Kunst im Schaufenster-BBK-Ausstellung in der             Haarenstraße-.

 19. Künstlerlexikon Saur S. 404.

 20. Kopie eines  von Otto Blanck verfassten handschriftlich gefertigten Lebenslaufes, undatiert, ohne Unterschrift.

21.Ausstellungskatalog der Galerie Schwoon über die Ausstellung der Malergruppe „Der Keil“(Alfred Bruns, Erich Eichweber, Heinz Janszen, Oskar Riess) vom 4.-15.Februar 1948.

      22. Artikel der Goslarsche Zeitung  von 15.10.1955.Überschrift: Vom Abbild bis zum abtrakten Zeichen

      -Streifzug durch die Ausstellung Oldenburger Künstler im Goslaer Museum-.

 

 Heinrich Bley


 

 

 


 


 


 


 


 


 



 

 

Der Maler Heinrich Bley wurde am  3.4.1887 als Sohn des Bauern und Malermeisters Hermann Bley(1858–1938) und dessen Ehefrau Helene Wilhelmine in Neuenburg, in der Nähe von Oldenburg, geboren. Bis 1912 besuchte er die Kunstgewerbeschule in Bremen, die Akademien in München und Brüssel und eine Privatakademie in Berlin. 1913 kehrte Heinrich Bley nach Neuenburg zurück. Er baute dort anschließend neben seinem Geburtshaus mit seinem Vater ein Wohnhaus. In den folgenden Jahren errichtete er weitere Häuer für die Reichspost, unter anderem in Bad Zwischenahn und Neuenburg.

Heinrich Bley heiratete Antonie Wöhler. Aus er Ehe gingen fünf Töchter hervor.

Neben dem eigenen Malereibetrieb und der Bewirtschaftung eigenen Landes widmete sich Bley in seiner Freizeit der Malerei. Er beherrschte die Radier-und Kupferstichtechnik ebenso wie die Zeichnung, Grafik, Illustration und die Herstellung von Bühnenbildern.

Heinrich Bley bekleidete mehrere Ämter. So war er nicht nur Leiter des Heimatvereins sondern auch des Urwald-Verkehrsvereins und der Niederdeutschen Bühne.

 

Bley nahm am 1. Weltkrieg teil und betätigte sich nach seiner Rückkehr weiterhin als Landschaftsmaler. Er malte vor allem Partien aus der Marsch, dem Moor, der Heide, dem Neuenburger Urwald und dem Hasbruch.

Daneben schuf er zahlreiche Porträts. Außerdem betrieb er seit 1934 einen Großhandel für Farben.

 

1930 nahm er an Ausstellungen in Wilhelmshaven und Sylt teil.

Im September 1933 nahm er an der Ausstellung „ Die Kunst im Gau Weser-Ems“ teil.

 

In Wilhelmshaven stellte er im März 1948 mit viel Erfolg seine Arbeiten aus.

 

Heinrich Bley erkrankte in Folge an Depressionen  Er wählte am 5. Oktober 1948 in Neuenburg  den Freitod.

 

Nach seinem Tode hielt der Ort Neuenburg die Erinnerung an den Künstler wach.

1957 wurde ihm zu Ehren anlässlich seines 70. Geburtstages eine Ausstellung ebenso ausgerichtet wie im Jahre 1974, als im Schloss Neuenburg seine Arbeiten im Rahmen einer Ausstellung gezeigt wurden.

Eine weitere Ausstellung gab es 1980 in Neuenburg, eine letzte vom 11.10.1987 bis 25.10.1987 im ehemaligen Bahnhof in Neuenburg.

 

 

Quellenangaben: 

 

1.     Oldenburger Hauskalender von 1950.

 

2.     Gerhard Wietek – 200 Jahre Malerei im Oldenburger Land

3.     José Kastler – Heimatmalerei- Das Beispiel Oldenburg.

4.   Ausstellungskatalog  vom 11.10.1987 bis 25.10.1987 zum 100. Geburtstag von   Heinrich Bley mit einem Beitrag von Jochen Coldewey



 

Hermann Böcker

 


 

 


 

 

 


 


 


 


 

Der Maler Hermann Böcker wurde am 8. Juni 1890 als einer von insgesamt drei Söhnen des Verwaltungsbeamten Max Johann Böcker und dessen Ehefrau Anna Adelheid, geb. Bengen, in Oldenburg geboren.

Die Familie wohnte in der Milchstraße 14, unweit des Oldenburger Pferdemarktes in der Nähe der Oldenburger Innenstadt. Das Haus Milchstraße 14 wurde mittlerweile abgerissen und existiert nicht mehr.

Nach dem Besuch der Volksschule begann Hermann eine Ausbildung zum Dekorationsmaler, obwohl er aufgrund seines zeichnerischen Talentes gegenüber seinen Eltern immer wieder den Wunsch vertrat, Kunstmaler zu werden.

Sein Lehrmeister verschaffte Böcker bald die Möglichkeit, bei dem in Kreyenbrück ansässigen Oldenburger Maler Gerhard Bakenhus, Zeichenunterricht zu nehmen.

Die Ausbildung bei Bakenhus war zunächst ausschließlich auf die genaue Erfassung unbewegter Objekte . Erst später kam die Erfassung bewegter Motive dazu.

Böcker hat Zeit seines Lebens Bakenhus gegenüber eine dankbare Verehrung bewahrt.

Nach Beendigung der dreijährigen Dekorationsmalerlehre im Jahre 1907, erhielt Böcker eine Anstellung als Bühnenmaler am oldenburgischen Landestheater.

Zwei Jahre später siedelte er nach Dresden über, um seine Ausbildung an der Königlichen Zeichenschule fortzusetzen.. Diese besuchte Böcker von 1910 – 1912. Es schloss sich eine zweijährige Tätigkeit in der Werkstatt von Hermann Schaper in Hannover an. Dieser war ein viel beschäftigter Ausstattungsmaler, der besonders durch die umfassende Innenausgestaltung des Karolingischen Münsters in Aachen bekannt geworden war.

Mit der aus dieser Tätigkeit gesparten Barschaft und ermutigt durch erste Erfolge in der Öffentlichkeit durch eine Ausstellungsbeteiligung an der Großen Kunstausstellung des Kunstvereins Hannover im Jahre 1991, fuhr Böcker 1913 nach Paris, um sich mit den neuesten Entwicklungen in der Malerei vertraut zu machen. Es gelang ihm dort, sich durch Schrift - und Plakatmalerei finanziell über Wasser zu halten.

Als 1914 der 1. Weltkrieg ausbrach, musste Böcker seine weiteren Pläne aufgeben. Er wurde eingezogen und in Frankreich eingesetzt. 1916 erlitt er vor Verdun eine schwere Beinverwundung. Nach seiner Genesung erhielt er durch Vermittlung des mit ihm befreundeten Schauspielers Herbert Nigrini eine Kriegsdienstverpflichtung an dem Theater in Magdeburg und dann in Lübeck, wo er aufgrund seiner guten Tenorstimme auch als Sänger und Chargenspieler eingesetzt wurde.

Nach Kriegsende kehrte Böcker nach einem Zwischenaufenthalt in Hamburg nach Oldenburg zurück und begann erneut, bei Bakenhus in dessen Atelierhaus in Kreyenbrück, zu arbeiten.

Durch den Verkauf seiner Arbeiten konnte Böcker finanziell existieren.

Zu einem Erfolg wurde 1920 eine Sonderausstellung  mit seinen Arbeiten in dem Kunsthaus Commeter in Hamburg. Der Kaffeegroßkaufmann Otto Hassel kaufte vier seiner Bilder und setzte Böcker ein unbefristetes Stipendium aus, das ihm ein freies, von finanziellen Sorgen unbelastetes Schaffen ermöglichte.

Hermann Böcker entschloss sich, nach München umzuziehen. Zunächst besuchte er dort die renommierte Privatschule von Professor Knirr, um sich im Akt - und Kopfzeichnen zu verbessern. Ein weitergehendes Studium verwarf Böcker jedoch, weil er sich ganz darauf konzentrieren wollte, in der freien Natur zu malen.1922 stellte Böcker im „Kunsthaus Brakl“ in München erstmals eine größere Werkkollektion vor, bei der viele seiner Arbeiten verkauft wurden.

In den folgernden Jahren wuchsen die Verbindungen Böckers zum Kunstleben in München.

Er trat deswegen auch der Kunstvereinigung „ Allotria“ bei. Die finanzielle Existenz gestaltete sich in der Folge immer schwieriger, weil sein Mäzen Hassel wegen eigener Bedrängnisse das Stipendium aufkündigen musste.

Seine Mitgliedschaften im „ Wirtschaftsverband der Künstler“ und im Münchener Kunstverein eröffnete ihm immerhin die Möglichkeit, in Ausstellungen ab und zu seine Arbeiten der Öffentlichkeit präsentieren und verkaufen zu können.

1928 heiratete Böcker Juliane Baur. Diese versuchte, mit einem Schönheitssalon in der gemeinsamen Wohnung den Lebensunterhalt aufzubessern. Als dieses scheiterte, bezogen Böcker 1929 eine preiswertere Wohnung im „ Künstlerhof“, wo sie bis 1960 wohnen blieben.

Die Jahre bis 1935 waren von ständiger finanziellerBedrängnis gekennzeichnet. Erst die Beteiligung an der Gro0en Münchener Kunstausstellung 1935 und 1936 brachte die Wende. Böcker gewann immer mehr Anerkennung und konnte innerhalb von drei Jahren insgesamt sieben Ausstellungen in verschiedenen Städten ausrichten.

Ein wesentlicher Erfolg dabei war, dass sich Böcker 1928 entschloss, nur noch in Aquarell zu malen. So gelang ihm ein eigener Bildstil.

 

Nach Ende des 2. Weltkrieges wurde Böcker Mitglied des Künstlerbeirates der Stadt München und Mitbegründer verschiedener Künstlervereinigungen, so die „ Blaue Raute“, die „ blaue Pyramide“ und schließlich ( 1953) „ Der Weg“.

 

Von 1950 an setzte eine besonders produktive Schaffensperiode ein, die ihren Höhepunkt in den Jahren 1954 – 55 fand mit der Entstehung besonders dicht und wuchtig gestalteter Aquarelle aus dem Dachauer und den Norddeutschen Mooren. Diese Aquarelle entstanden in seinem Atelier nach Aquarellskizzen im Postkartenformat.

Es folgten viele weitere Ausstellungen und Ankäufe durch öffentliche Institutionen.1955 nahm er an der Großen Kunstausstellung in München im Haus der Kunst teil, wo er 2 Aquarelle  ( „ Weg ins nächtliche Hochmoor“ und „ Oktober im ostfriesischen Hochmoor“) zeigte.

Ab 1968 begann Böcker, seine Bilder in Stiftungen und Schenkungen einzubringen. 1972 erfolgte die Übergabe von 52 Bildern aus dem Dachauer Moor an die Stadt Dachau.

Posthum wurden von Juliane Böcker seine Gedichte und der Roman mit dem 

Titel „ Drei unterm Blütenbaum“ oder „ Die Künstlerkate im Moor“,veröffentlicht.

 

Bis zu seinem Tode nahm Hermann Böcker an 130 Ausstellung in ganz Deutschland teil, und zwar in München, Dachau, Bremen, Oldenburg, Hannover, Freiburg, Konstanz, Göttingen, Stuttgart, Ulm, Karlsruhe, Marburg, Karlsbad, Augsburg, Coburg, Bayrischzell, Greislingen, Erlangen, Salzburg,Allach, Lindau, Monta Carlo, Delmenhorst, Griesbach im Rottal, Olching, Steige,Raubling, Krailling, Regensburg , Westrhauderfehn sowie Emden

 

 Hermann Böcker starb am 9. August 1978 in München.


 Quellenangaben:

 

Gerhard Wietek – 200 Jahre Malerei im Oldenburger Land-, S.250, ISBN 3-9801191-06

Anton Sailer ,Hermann Böcker, Meister des Aquarells, IBN3-521-04131-X

Herma Bashir-Hecht-Hermann Böcker-Faszinierende Farbskizzen,ISBN 3-52104151-4

Hermann Böcker,Die Sprache der Landschaft, Landesmuseum Oldenburg, Ausstellung vom 21.10.-25.11.1990, Herausgeber: Landesmuseum Oldenburg.

 

 

 Karl-Heinz ( Hein) Bredendiek

 


 


 


 


 


 


 

Der Maler und Schriftsteller Hein Bredendiek wurde am 18. September 1906 in Jever geboren. Er wuchs in Jever auf und besuchte dor tvon 1916 bis 1926 das Mariengymnasium. Er wurde während der Schulzeit durch seinen Zeichenlehrer Georg von der Vring gefördert. Nach der Schule studierte Bredendiek in Berlin an der Staatlichen Kunsthochschule und der Universität Kunstpädagogik, Kunstgeschichte und Philosophie. Seine Lehrer waren Willy Jäckel, Georg Tappert und Bernhard Hassler. Anschließend betätigte er sich als Referendar und Assessor in Flensburg und Schleswig. Von 1935 bis 1940 war er Dozent in Cottbus und in Frankfurt an der Oder. Nach dem Kriegsdienst bei der Marine kehrte er 1945 nach Oldenburg zurück, wo er als Dozent an der Pädagogischen Hochschule wirkte.. Von 1949 bis 1954 war er als Studienrat am Mariengymnasium in Jever , von 1954 bis zu seiner Pensionierung 1972 am  heutigen Herbartgymnasium ( früher Hindenburgschule) und am Alten Gymnasium in Oldenburg tätig.

Weiterhin war er Fachleiter im Studienseminar in Oldenburg.

Neben seiner Tätigkeit als Kunsterzieher und Malerschrieb Bredendiek auf Nieder -und Hochdeutsch, schuf zahlreiche Hörspiele fürRadio Bremen und gehörte seit 1960 dem Verband deutscher Schriftsteller an. Von1956 bis 1981 war er Leiter der Arbeitsgemeinschaft Niederdeutscher Sprache und Literatur der Oldenburgischen Landschaft. 1987 begründeter er die Lesereihe „Litera Tee“ in seinem Geburtshaus in Jever. Als unermüdlicher Verfechter der Pflege, Erhaltung und Bereicherung der niederdeutschen Sprache und Literatur erhielt er 1959 den Freudenthal - Preis für niederdeutsche Lyrik, 1971 die Ehrengabe der Oldenburgischen Landschaft, 1981 das Niedersächsische Verdienstkreuz 1. Klasse, 1986 das Große Stadtsiegel der Stadt Oldenburg sowie die Ehrenbürgerwürde der Stadt Jever.

Hein Bredendiek stand als Maler viele Jahre den  Expressionisten sehr nahe. Als Bredendiek 1945 nach Oldenburg zurückkehrte, beteiligte er sich mit Paul Berger-Bergner, Adolf Niesmann, Max Hermann und Heinz Janssen an der Wiederbelebung des Oldenburger Kunst-und Kulturlebens.1946 wurde er Mitglied im Bund Bildender Künstler Oldenburg. In den vierziger und fünfziger Jahrenbestimmten expressiv -realistische Gestaltungskriterien sein Werk, wobei eine zunehmende Auflösung des Gegenstandes sichtbar wurde.

1958 verbrachte er ein Vierteljahr als Stipendiat des Oldenburger Kunstvereins in Italien. Positano und San Angelo auf Ischia waren Stationen seiner Reise. Richtungsweisend wurde hier eine Begegnung mit dem Maler Werner Gilles. In den folgenden Diskussionen mit ihm über die Möglichkeiten der Aquarell- und Temperazeichnungen erfuhr sein Schaffen eine neue Ausrichtung. In den 60er Jahren löste er in seiner Malerei die Formen völlig auf und  arbeitete nun fast ausschließlich informell.

Zu Beginn der 70er Jahre kehrte er zur gegenständlichen Malerei zurück.

1986 veranstaltete das Oldenburger Stadtmuseum eine Retrospektive über 25 Jahre Schaffenszeit. 1988 zeigte er im Rahmen des Friesischen Kultursommers im Schlossmuseum in Jever Ölbilder, Aquarelle und Tuschzeichnungen.

 

 Vom 21.Juli bis zum 18.August 1991 zeigte er im Schlossmuseum Jever unter demTitel  „ Frieslandschaften“ in Ölgemälde, Aquarelle und Zeichnungen.

 

Im BBK Oldenburg beteiligte er sich an Gruppenausstellungen in Oldenburg, Groningen, Hannover und Taastrup.

 

Weitere Ausstellungen:

 

(20.10.1974 – 19.11.1974 BBK- Junge Gruppe- im Kleinen Augusteum, Oldenburg,

 

12.3.1967 – 12.3.1967 BBK – Junge Gruppe –Ausstellung im Oldenburger Kunstverein,

 

13.12.1970 – 20.1.1971 BBK -Junge Gruppe -, im Kleinen Augusteum, Oldenburg,

 

Weihnachtsausstellung des bbk – Freie Gruppe – des Oldenburger Kunstvereins in den Räumen des Landesmuseums im Dezember 1958.

 

Oktober 1976 Gemeinschaftsausstellung des bbk Oldenburg und Ostfriesland im Hause Dahlmannstraße 18 in Bonn in der Vertretung des Landes Nds. Beim Bund.

 

2.10.-30.10.1955 Ausstellung des bbk – Freie Gruppe– im Goslaer Museum mit dem Titel:“ Oldenburger Künstler im Goslaer Museum“.

 

Dezember 1954, bbk – Freie Gruppe - im Stadtmuseum Oldenburg.

1. Herbstausstellung, 6.10.1957 – 27.10.1957, BBK Oldenburg-Junge Gruppe - im Oldenburger Schloß,

 

Niedersächsische Kunstausstellung Oldenburg vom 2.7.1960 – 31.7.1960 im Neuen Gymnasium Oldenburg, Alexanderstraße,

 

Wanderausstellung der Oldenburgischen Landschaft „Landschaft und Abstraktion“ in Wardenburg, Westerstede, Wildeshausen, Brake, Vechta, Großenkneten, Nordenham und Schortens ( 16.1.1992 bis 9.2.1993)

 

 1951,1954  Oldenburger Kunstverein – Oldenburg, Lappan,

 

1958 BBK - Ausstellung in Braunschweig - Junge Gruppe, zusammen mit Pfennig, Johannsen pp.,

 

1962, Teilnahme an der Winterausstellung Nationalhaus, BBK Landesausstellung, Hildesheim, Freie und Junge Gruppe des BBK.

 

Bredendiek stellte in Oldenburg im Theater und im Café Wachtendorf aus.

 

Im Oktober 1968  beteiligte er sich an der bbk –Ausstellung „ Kunst in der Haarenstrasse,

 Im August 1970 an der „ Große Kunstausstellung des bbk in dem Kaufhaus Hertie.

1976 und 1977 folgten Einzel- und Kollektivausstellungen in Oldenburg und Jever,

 im Dezember 1978 eine Ausstellung des bbk im Offiziersheim Donnerschwee, unter anderem gemeinsam mit Otto Blanck.

 

Hein Bredendiek starb am 24.April 2001 in Oldenburg,er wurde auf dem Friedhof der Auferstehungskirche in Oldenburg bestattet. 


Quellennachweis:

Katalog zur Niedersächsischen Kunstausstellung des BBK Oldenburg 196

Flyer zur 1. Herbstausstellung des BBK 195 

Katalog  zur BBK- Ausstellung im Dezember 19 

Katalog zur BBK- Ausstellung 1967

Katalog zur BBK- Ausstellung 1974

Katalog Hein Bredendiek „ Frieslandschaften“ Schloßmuseum Jever

Katalog Dokumentation zum 30-jährigen Jubiläum der Landesgruppe des BBK.

Katalog – Zeitgenössische Kunst im Oldenburger Land – Wanderausstellung der     Oldenburgischen Landschaft 1990 – 1993

Katalog Hein Bredendiek- 25 Jahre Malerei und Zeichnung im Oldenburger Stadtmuseum

Katalog - Hein Bredendiek- Frisischer Kultursommer `88 „ Friesland

 

 

Emil Brose

 


 


 


 


 


 


 


 


 

Der Maler Emil Brose wurde am 11. Mai 1901 in Nordenham als eines von zwei Kindern des Kabellegers und Seemannes Fritz Gustav Carl Brose (geb.18.11.1872 in Frankfurt/Oder) und dessen Ehefrau Johanne Wilhelmine Catharina Brose, geborene Rohde ( geb. 5.12.1873 in Eckwarderahndeich – 15.9.1928 in Nordenham) geboren. Emil Brose verlebte seine Kindheit mit seiner jüngeren Schwester Paula in Nordenham und besuchte dort auch die Volksschule.

 

Nachdem er seiner Schulpflicht nachgekommen war, kehrte er Nordenham den Rücken und begann in Oldenburg eine Lehre als Anstreicher. Sein außergewöhnliches künstlerisches Talent, das schon in der Schule registriert wurde, konnte er während seiner Lehre allerdings nicht weiter entwickeln. Aus diesem Grunde bewarb er sich an der Kunstakademie Dresden für ein Kunststudium und wurde dort auch angenommen. 1920 begann er, 19jährig, an der Akademie für Kunstgewerbe ein Studium für dekorative Malerei unter Carl Rade, Alexander Baranowsky, Paul Rößler, Gustav Schmidt und Ernst Zschiesche. Nach sechs Studienjahren verließ der nun  akademisch ausgebildete Kunstmaler die Kunstakademie und ließ sich als freischaffender Künstler in  Dresden nieder.Insgesamt achtzehn Jahre verweilte er dort und bestritt seinen Lebensunterhalt hauptsächlich durch die Fertigung von Auftragsarbeiten, der Porträtmalerei  und dem Verkauf seiner Landschaftsgemälde.

 Im Jahre 1938 kehrte er im Alter von 37 Jahren nach Oldenburg zurück und ließ sich in der Bürgereschstraße 42 nieder.

Mit Beginn des 2. Weltkrieges wurde Emil Brose zur Wehrmacht eingezogen und in Munsteraner stationiert.

Bis zum Ende des Krieges war er dort  und hatte dabei das große Glück, an keinem Fronteinsatz teilnehmen zu müssen. In  den Kriegsjahren verbrachte Brose die Zeit vorwiegend damit, die Wünsche seiner in Munsteraner stationierten Kameraden und Vorgesetzten zu erfüllen, die an ihn mit der Bitte heran traten, Porträts von ihnen anzufertigen. In erster Linie arbeitete Emil Brose dabei mit Aquarell- und Tuschefarben. Nach Kriegsende heiratete Emil Brose 1946 die aus Emden stammende Klara Brose geb. Moritz, ein Jahr später kam der einzige Sohn auf die Welt.

Die folgenden Jahre der Familie waren geprägt von ständiger finanzieller Knappheit. Brose konnte seine Arbeiten nur schlecht verkaufen, da in den Nachkriegsjahren überall Geldnot herrschte. Um der Familie eine Lebensgrundlage zu sichern, nahm er Aufträge bei Bauern und in seiner Nachbarschaft für Maler- undTapezierarbeiten an. Hin und wieder wurde er auch von betuchten Kunden beauftragt, Porträts, deren Häuser oder Höfe zu malen.

 

Anfang der fünfziger Jahre schloss sich Emil Brose dem Oldenburger Bund Bildender Künstler an. Im April des Jahres 1953 bildete sich in dem Verband eine Ausstellungsgruppe unter dem Namen „Freie Gruppe“, die von Emil Brose übernommen wurde und der sich einige Kunstmaler aus dem BBK anschlossen.

Nur kurze Zeit später zogen die Broses von der Bürgereschstraße zum Hochheiser Weg 59 um und wohnten dort mehrere Jahre in einem Bauernhaus. Ebenso wie die vorherige Wohnung verfügte auch das Bauernhaus über kein Atelier, sodass  sich der Maler mit den beengten Raum- und den unzureichenden Lichtverhältnissen zufrieden geben musste, wenn er die unter freiem Himmel angefangenen und unvollendeten Arbeiten in der Wohnung  fertig stellen wollte.

 

Emil Brose liebte die Freilichtmalerei und nutzte  Gelegenheit, auf seinem Fahrrad die Gegend zu erkunden, um nach neuen Motiven Ausschau zu halten. Er hatte dabei das Bedürfnis, sie sofort auf Leinwand, Papier oder Hartfaserplatte festzuhalten. Seine mitgeführte Ausrüstung bestand deshalb stets aus Ölfarben, Pinseln und Malträgern.

Nicht selten schlossen sich auf seinen Radtouren Freunde aus dem BBK an. Eine enge Freundschaft bestand dabei insbesondere zu Otto Blank als auch zu Alfred Bruns und Eva Simmat. Mit Otto Blank unternahm er unter anderem  Wochenendradtouren nach Emden, Nordenham oder an die Küste. Mit seinem Freund und Malerkollegen Alfred Bruns unternahm er um 1955 herum eine Reise nach Paris und 1956 nach Sardinien. Für die Reise nach Frankreich hatten beide Maler ein Stipendium des bbk, für die Italienreise ein Stipendium des Oldenburger Künstlerbundes erhalten. Zahlreiche Arbeiten entstanden auf diesen Reisen.

Wie verbunden Emil Brose mit der Natur und Landschaft war und wie er die Malerei liebte wird zum Beispiel dadurch deutlich, dass er eine Radtour nach Emden, bei der ihn sein noch junger Sohn begleitete durch drei längere Pausen unterbrach, weil er von dem Liebreiz der Landschaft so angetan war, dass er die Stimmung unmittelbar einfangen wollte. Der Besuch bei der Verwandtschaft seiner Frau nahm dadurch den ganzen Tag in Anspruch und stellte den Sohn auf eine harte Geduldsprobe. Nicht weniger als drei Ölgemälde entstanden an diesem einzigen Tag. Um die Arbeiten überhaupt einigermaßen unversehrt transportieren zu können, malte Brose sie auf loser Leinwand. Dann legte er vorsichtig Papier auf die noch frischen Farben, um auf diese Weise ein Verschmieren der Farben  zu verhindern. Anschließend rollte er die Leinwand auf. Die Arbeiten besserte er nach seiner Rückkehr aus Emden aus und zog die Leinwand anschließend auf einen Keilrahmen auf.

Auch mehrtätige Radtouren, unter anderem nach Dresden und Nürnberg unternahm der Maler.

Wenn Gemälde mit der Ansicht von Amsterdam Broses Handschrift aufweisen, so liegt es daran, dass eine Schwester seiner Frau Klarse in Amsterdam wohnhaft war. Hin und wieder  machten sich die Broses mit dem Zug auf den Weg, der Schwester einen Besuch abzustatten. Emil Brose nutzte dabei diese Gelegenheiten, Gemälde mit Motiven von Grachten, Häuserzeilen oder Brücken zu produzieren.

 

Mit der finanziellen Unterstützung eines Förderers konnte Emil Brose um 1959 herum das Haus Schramperweg 95 kaufen, in dem er sich ein Atelier einrichtete. Er erhielt zudem eine Anstellung als Angestellter beim Kulturamt der Stadt Oldenburg, das sich damals in der Nähe der Lambertikirche befand.Während seiner Mittagspause ging er stets durch die Innenstadt und fertigte Aquarelle oder Zeichnungen von Straßenzügen oder Gebäuden der Stadt an. Oft kauften ihm vorübergehende Passanten die noch nassen Aquarelle unmittelbar nach der Fertigstellung ab. In den vielen Jahren seines intensiven Schaffens entstand eine unübersehbar große Anzahl  von Ölgemälden, Aquarellen und Zeichnungen vornehmlich aus Oldenburg und dem Umland. Die meisten befinden sich in privater Hand. Viele dieser Landschaftsgemälde haben mittlerweile stadtgeschichtliche Bedeutung erlangt.

 

In den letzten Jahren vor seinem Tode änderte sich der Malstil Emil Broses. Deutliche Tendenzen, sich  vom Neoimpressionisten zum Expressionisten zu entwickeln, waren feststellbar. Sein plötzlicher Tod am 8. Mai 1962 stoppte diese Entwicklung jedoch abrupt. Mit Emil Brose verstarb ein bedeutender Vertreter der Landschaftsmalerei dieser Region. Bereits zu Lebzeiten nahm Brose an zahlreichen Ausstellungen des bbk teil.

 

 Hier eine Auswahl der Ausstellungen:

 

November 1953, Weihnachtsausteilung des BBK, Freie Gruppe im Oldenburger Kunstverein in den Räumen des Landesmuseums.

 

Dezember 1954, BBK, Freie Gruppe im Stadtmuseum Oldenburg.

 

2.10.1955 – 30.10.1955, BBK, Freie Gruppe im Goslarer Museum.

 

 November 1955, Weihnachtsausstellung des BBK, Freie Gruppe, Oldenburger Kunstverein in den Räumen des Landesmuseum.

 

Mai 1956, Juryfreie Ausstellung des BBK für Nordwestdeutschland in Hannover.

 

Januar 1956, BBK- Ausstellung in den Theaterräumen im Großen Haus und im Schloss.

 

Dezember 1958, Weihnachtsausstellung des BBK, Freie Gruppe, im Oldenburger Stadtmuseum.

 

Dezember 1962, Weihnachtsausstellung des BBK, Freie Gruppe, in den Räumen des Oldenburger Kunstvereins im Schloss.

 

 Auf der 1.Herbstausstellung im Oldenburger Schloss war er mit drei Ölgemälden (Lupinen, Vorstadt, Holländische Vorstadt) vertreten. Die Ausstellung lief vom 6.10. –27.10. 1957.

 

 In der Zeit vom 5.5.1963 bis 26.5.1963 wurde ihm gemeinsam mit dem 1958 verstorbenen Maler Willi Meyer eine Gedächtnisausstellung im Oldenburger Schloss gewidmet, die vom Oldenburger Kunstverein organisiert wurde, in dem Brose Mitglied war.

 

Das Oldenburger Stadtmuseum würdigte die Leistung des Kunstmalers allerdings erst 1974 mit einer vielbeachteten Einzelausstellung.

 

Emil Brose fand seine letzte Ruhestätte in einem Familiengrab auf dem Friedhof in Eiersten.


 

 

Quellenangaben Emil Brose

     

1. Informationen über das Leben des Malers erhielt ich von dem mittlerweile verstorbenen Sohn des Künstlers am 26.11.2006 in einem persönlichen Gespräch.

     

2. Kreiszeitung Wesermarsch vom 8.November 1994 mit einem Beitrag über Emil Brose zur Ausstellungseröffnung im Kommunikationszentrum des Kernkraftwerkes Unterweser.

     

3. Broschüre des Oldenburger Stadtmuseums – Städtische Kunstsammlungen – zur Ausstellungseröffnung des Malers Emil Broses vom 28.4.1974 - 26.5.1974 in den Räumen des Stadtmuseums.

     

4. Geburtseintrag über Emil Paul Fritz Brose, Standesamt Nordenham, Geschäftszeichen – 32 – Sta vom 4.Januar 2007.

     

5. NWZ-Artikel vom Sonnabend, den 9. Dezember 1961 über eine Ausstellung in der         „ Brücke“ und im Schloss. Überschrift: Aquarelle von Emil Brose

     

6. Gemeinde Butjadingen, Aktenz.: 3.32.1 vom 5. Januar 2007 über Eheschließung der Eltern Emil Broses7. Gerhard Wietek – 200 Jahre Malerei im Oldenburger Land -, Seite 251, ISBN 3-9801191-0-6.

     

8. NWZ-Artikel –Oldenburger Nachrichten-Feuilleton- vom 25.11.1953 mit dem Titel: Arbeiten der „FreienGruppe“ im Oldenburger Kunstverein.

     

9. NWZ-Artikel vom 7.12.1954 über die Weihnachtsausstellung der „Freien Gruppe“. Titel: Oldenburger Künstler zeigen ihre Arbeiten im Stadtmuseum.

     

10. Ausstellungskatalog des BBK-Freie Gruppe-zu einer Ausstellung im Stadtmuseum Oldenburg vom 2.10.1955 – 30.10.1955.

     

11. Artikel der Goslarsche Zeitung von 15.10.1955. Überschrift: Vom Abbild bis zum abtrakten Zeichen-Streifzug durch die Ausstellung Oldenburger Künstler im Goslaer Museum-.

     

12. NWZ-Artikel vom 28.11.1955 über die Weihnachtsausstellung der „Freien Gruppe“ in den Räumen des Kunstvereins im Landesmuseum.

     

13. NWZ-Nr. 124, Artikel vom 30.5.1956 mit der Überschrift: Oldenburger Künstler stellen in Hannover aus.

     

14. NWZ-Artikel vom 4.1.1956 mit der Überschrift: Grafik und Plastik Oldenburger Künstler in den Theatervorräumen im Großen Haus und im Schloss.

     

15. Ausstellungskatalog der 1. Herbstausstellung im Oldenburger Schloss, ausgerichtet vom 6.10.-27.10.1957.

     

16. NWZ-Artikel vom 2.12.1958 mit dem Titel: Die Freie Gruppe stellt aus-Weihnachtsausstellung im Oldenburger Stadtmuseum.

     

17. NWZ Nr. 298 Artikel vom 21.12.1958 mit der Überschrift: Die Freie Gruppe im BBK – Ausstellung in den Räumen des Oldenburger Kunstvereins im Alten Schloss.

     

18. Ausstellungsbroschüre des Oldenburger Kunstvereins – Gedächtnisausstellung Emil Brose- Otto Georg –vom , ausgerichtet vom 5.5.-26.5.1963 im Schloss. 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 

 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 



Hermine Brück-Theobald


 

 


 


 


 


 


 


 


 


 

Die Malerin Hermine Brück-Theobald wurde am 9. Dezember 1872 in Oldenburg geboren. Als Tochter eines praktischen  Arztes, der in der Huntestraße 5 ansässig war, verlebte sie ihre Kindheit in Oldenburg. Da bereits früh ihr künstlerisches Talent zum Vorschein trat, nahm sie Unterricht bei Helene Presuhn und dem Maler Wilhelm Otto.

In den Jahren 1895 bis 1900 ließ sie sich in der Malkunst weiter ausbilden, so zum Beispiel in Berlin bei dem Malerprofessor Walter Dettmann, bei Max Uth und Wilhelm Feldmann sowie der Blumenmalerin Hedwig Lerche.

1904 heiratete sie den Fabrikanten Brück aus Osnabrück und verlagerte ihren Lebensmittelpunkt dorthin.

1923 starb ihr Mann. Als der zweite Weltkrieg ausbrach, flüchtete sie aus dem zerbombten Osnabrück zu ihrem Sohn in Eberswalde.

Vor ihrer Ehe machte sie Studienreisen vor allem in den nord-und ostdeutschen Raum.

 Ölgemälde mit Motiven aus Bad Driburg, Worpswede, der Ostsee und von der Kurischen Nehrung entstanden auf diese Weise.

Später wandte sie sich der Aquarellmalerei zu. Hauptsächlich entstanden dabei Blumenstilleben.

Hermine Brück- Theobald beteiligte sich an einer Ausstellung, die der Museumsverein Osnabrück  - Dürerbund zeigte, und zwar vom 15.11.-15.12.1909     ( 11 Bilder), vom 10.10. – 10.11.1912,1913  Es wurden dabei jeweils Arbeiten von Künstlern der Vereinigung Osnabrücker Künstlerinnen vorgestellt. Eine weitere Ausstellung erfolgte dort vom 17.11.-8.12.1918, wiederum von der Vereinigung Osnabrücker Künstlerinnen, welcher sie angehörte und vom 8.10. – 5.11.1922.

 

Seit 1933 wurden von ihr öffentlich keine Arbeiten mehr gezeigt.

Die Malerin starb 1945

 

 Quellenangaben:

 

Oldenburger Hauskalender 1935

Hanns-Gerd Rabe – Kunst und Künstler 1900 – 1970

Statistik und Mitgliederzahlen des Museumsvereins Osnabrück1879 - 1929

            

 

Alfred Bruns

 

 


 


 


 


 


 


 


 

Der Maler Alfred Bruns wurde am 11. Juni 1906 in Oldenburg als Sohn des aus Westerstede stammenden Schneiders Hermann Bruns( 1881 – 1959)und dessen Ehefrau Johanne geb. Koch ( 1880 – 1970), geboren.

Nach der Schulzeit musste Alfred Bruns gegen seinen Willen einen handwerklichen Beruf ergreifen .Er wählte den Beruf des Malers, was sich in der Folge aufgrund der wirtschaftlich schwierigen Zeiten als Vorteil erwies.

Bruns besuchte von 1930 bis 1931 die Kunstgewerbeschule in Bremen. Aus nicht näher bekannten Gründen brach er jedoch das Studium ab.

Die Zahl der aus der Vorkriegszeit erhaltenen Arbeiten ist zwar klein, zeigen aber, dass Bruns neben dem Handwerk auch künstlerisch gearbeitet hat.

Bruns war auch schon früh politisch engagiert. Da sein Vater 1918 zu den Mitbegründern  der KPD  in Oldenburg gehörte, trat auch er in die kommunistische Jugendorganisation ein und wurde später Mitglied der KPD bzw. DKP.

Nach dem 2. Weltkrieg trat Bruns dem Bund Bildender Künstlerbei, indem er wegen seiner nichtakademischen Ausbildung eine Sonderstellung einnahm, aber von den Kollegen geschätzt wurde. Eine erste Einzelausstellung fand 1954 in Lappan statt, 1955 folgte eine weitere im Foyer des Theaters. 1956 erhielt Bruns ein Stipendium des Oldenburger Kunstvereins für eine Studienreise nach Italien. Damit verbunden war anschließend eine Ausstellungsbeteiligung in den Räumen des Vereins. Der Kunstkreis Hameln, durch den Oldenburger Museumsdirektor Herbert Wolfgang Keiser der Oldenburger Szene verbunden,verlieh Bruns 1961 ein Stipendium für eine Reise nach Südafrika, ebenfalls mit der Darbietung der Arbeitsergebnisse im Paul Flemes - Haus in Hameln verknüpft.

Alfred Bruns setzte auch im Bund Bildender Künstler eigene Akzente. Er nahm nicht nur an vielen Ausstellungen teil sondern bekleidete ab 1959  die Position des Ausstellungsleiters.

Von 1960 bis 1961 war Bruns 1. Vorsitzender des BBK Oldenburg.

In der Zeit vom 18. Mai bis 30. Juni 1963 nahm Alfred Bruns an der 12. Ausstellung des Deutschen Künstlerbundes im Kunstgebäude des Württembergischen Kunstvereins in Stuttgart teil. Er war dort mit den Ölgemälden „Marokko“ und „ Die Überlebenen“ vertreten .

 

Eine größere Ausstellung erhielt Bruns 1970 in der Oldenburger Galerie Centro. 1973 folgte eine Retrospektive im Stadtmuseum und 1975, nach seinem Tode, eine Ausstellung in der Kunsthalle Wilhelmshaven.

Der Maler starb am 21. Februar 1974 in Husbäke.

 

 

Quellen: Biografisches Handbuch zur Geschichte des LandesOldenburg

 

Katalog zur Ausstellung des Deutschen Künstlerbundes, Ausstellung Stuttgart 1963, vom 18.Mai bis 30. Juni 1963 / Württembergischer Kunstverein.

Oldenburger Hauskalender aus dem Jahr 1977.

 

Wilhelm Büppelmann

 

Der Name Wilhelm Büppelmann  ist nur sehr wenigen Kunstinteressierten als Maler aus dieser Region  ein Begriff. Obwohler in Varel geboren wurde und Anfang des 20. Jahrhunderts fast 10 Jahrelang  in Oldenburg lebte und hierauch wirkte, hat er nur sehr wenige Spuren hinterlassen. Nur äußerst selten tauchen Arbeiten von ihm im Oldenburger Raum auf, obwohl er hier vor allem als Porträtmaler tätig war.

Vereinzelte Hinweise lassen jedoch erkennen, dass Wilhelm Büppelmann Anfang des 20. Jahrhunderts zu den Malern Gerhard Bakenhus , Richard tom Dieck und Hugo Duphorn ebenso Kontakt hatte wie zu den Malerinnen Emy Rogge, Martha Lohse und Bertha Meyer.

Eine Postkarte , die Hugo Duphorn am 3.Oktober 1901 an die „Neue Gemeinschaft“ in Berlin mit der Überschrift „ Oldenburger Malergrüße aus dem Moor“ schickte, unterschrieben die genannten Oldenburger Künstler und eben auch Wilhelm Büppelmann.

 Zu diesem Zeitpunkt hatte Wilhelm Büppelmann bereits  an der 300. Kunstausstellung des Oldenburger Kunstvereins, die vom 17.2.-16.3.1901 ausgerichtet wurde, mit den Gemälden  „ Alte am Herd „und „Weiblicher Kopf“, teilgenommen.

Es folgten zwei weitere Ausstellungsbeteiligungen des  Kunstmalers.  In der Zeit vom 17. 11. bis 15. 12.1901 nahm er an der 302. Kunstausstellung mit drei Porträtzeichnungen und  in der Zeit vom 16.11.- 15. 12. 1902 an der 306.Kunstausstellung mit drei Gemälden teil.

Der Name dieses Malers findet sich ein letztes Mal auf einer Besucherliste anlässlich einer Gemäldeausstellung  des Malers Hugo Duphorn in dessen Atelier in Rastede im Herbst 1906. Neben vielen anderen Besuchern der Ausstellung erscheint  in der Besucherliste der Name Büppelmannmit  dem Zusatz: „Maler –Kreyenbrück“.

Zwar verlor sich die Spur des Malers anschließend, jedoch kann aufgrund durchgeführter Recherchen heute zumindest ein Teil des Lebens dieses Malers, der seine Wurzeln im Oldenburger Land hat, nachgezeichnet werden.


 

Der Maler Dietrich Johann Gottfried Wilhelm Büppelmann wurde am 24. Dezember 1879 in Varel als zweites von insgesamt  9 Kindern des Rechnungsstellers Johann Anton Wilhelm Büppelmann (* 1855 in Varel) und dessen Ehefrau Adina EmestineKock (* 1855 in Varel)  geboren. Wilhelm Büppelmann wuchs in Varel auf und wurde dort  1880 getauft.

Nach seiner Schulzeit widmete sich Büppelmann der Malerei und erhielt offensichtlich früh eine fundierte Ausbildung zum Porträtmaler. In späteren Jahren  arbeitete er auch als Kirchen- und Landschaftsmaler. Im Alter von 22 Jahren war er bereits fertig ausgebildet. Noch in seiner Heimatstadt Varel wohnend, nahm er 1901 in Oldenburg an der 300. Kunstausstellung des Oldenburger Kunstvereins teil.

Am 7. Mai 1902 verzog Büppelmann  von Varel nach Oldenburg in die Mottenstraße 12. Mit Unterbrechungen lebte er in Oldenburg bis 1911. Dabei wechselte er mehrfach innerhalb der Stadt seinen Wohnsitz. Hauptsächlich lebte er dabei in den jetzigen Stadtteilen Kreyenbrück und  Osternburg. In dieser Zeit  entstanden offenbar Kontakte zu den bereits erwähnten Oldenburger Künstlern. Anscheinend verfestigten sich diese Kontakte nicht,  was daran gelegen haben kann, dass  sich  Büppelmann als Porträtmaler  durch diese Tätigkeit  seinen  Lebensunterhalt verdienen musste und möglicherweise bereits Aufträge für Kirchenausmalungen und die Anfertigung von sakralen Bildnissen erhalten hatte, deren Standorte außerhalb Oldenburgs lagen.

Mehrfach  hielt sich Büppelmann jeweils für einige Monate in Kassel auf und in zeitlichen Abständen für einen oder mehreren Monaten in Dresden, Berlin und Kalk bei Köln.

Am 22. Februar 1908 heiratete Wilhelm Büppelmann die am 30.12.1878 in  Walsdorf geborene Babette Dorothea Else Marie Fischer. Wenige Monate später wurde die einzigeTochter  Irmgard Hildegard Büppelmann im Oldenburger Hebammeninstitut an  der Kanalstraße geboren. Zwei  Jahre später verließ die Familie endgültig Oldenburg  und ließ sich einige Jahre in  Köln nieder.

 

1926 zog die Familie, aus Köln kommend an den Rand der Eifelin den Ort  Nideggen  im heutigen Kreis Düren. Dort fand  die Familie eine neue Heimat. Wilhelm Büppelmann richtete sich zunächst in dem sogenannten Dürener Tor ein Atelier ein.

 Eine seiner ersten Arbeiten  in der neuen Heimat, die 1927 im „St.Anna Blatt“, einer Beilage der Dürener Zeitung beschrieben wurde, war die malerische Ausgestaltung der alten  Kapelle  vor dem Dürener Tor. In  diesem Artikel wurde unter anderem die meisterliche Qualität  der von Büppelmann ausgeführten Arbeiten  gelobt.

Als Kirchenmaler schuf Büppelmann zwei weitere Arbeiten für das Trappistenkloster Mariawald. Es handelt sich dabei um die Bildnisse  der heiligen Theresia und des Abtes Stephan vom Kloster Mariawald. Diese Arbeiten entstanden um 1932.

Um den Lebensunterhalt seiner  Familie in dieser finanziell und wirtschaftlich schwierigen Zeit zu sichern, betätigte sich Büppelmann weiterhin als Porträtmaler und  erledigte Aufträge für die einheimische Bevölkerung. Als Entlohnung erhielt er  von den Dorfbewohnern Kartoffeln,Butter und sonstige Naturalien. Viele Gemälde mit Landschafts- und Gebäudedarstellungen aus der Umgebung von Nideggen und Abenden sowie Porträtarbeiten des Malers sind noch heute in privaten Haushalten zu finden. 1933 zog dieFamilie in ein eigenes Haus in Abenden in der Palanderstraße  7.

 Soweit bekannt ist, nahm Wilhelm Büppelmann  an weiteren Ausstellungen nicht mehr teil. Dennoch machte er sich als Kunstmaler im Kreis Düren einen Namen.Wilhelm Büppelmann starb am 9. Dezember 1960 in Abenden, seine Ehefrau  Dorothea folgte ihm  am 18.7.1972. Beide fanden ihre letzte Ruhestätte auf dem Friedhof in Abenden. Die Grabstätte wurde mittlerweile aufgelöst.

 

  Quellenangaben:

 

1. Standesamt Düren – Sterbeurkunde  von Irmgard Büppelmann Nr. 602/1982.

2. Informationen zu Wilhelm Büppelmann von einem nahen Angehörigen ( Ralf Büppelmann, Hamburg).

3. Weblink.: http://www.kunstauktionshaus-leipzig.de

4. Stadtarchiv Varel – Faxmitteilung über Eintragungen im Geburtenbuch des Standesamtes Varel bezüglich Wilhelm Büppelmann und dessen Eltern.

5. Stadt Oldenburg – Stadtarchiv – Gesch.Z.:3154746-1. Mitteilung über die verschiedenen Wohnsitze Büppelmanns .

6. Stadtarchiv Bremerhaven, Aktenzeichen: 41 A 22-67  vom 19. Februar 2009.

7. Dorfchronik Abenden, Teil  1 – 3, erstellt  von Josef Brandenburg aus Abenden über das Dorf Abenden mit einem Beitrag über den Maler Wilhelm Büppelmann.



 

 

 


 


 

Partie aus Abenden aus dem Jahre 1934 mit der Abbildung des Hauses des damaligen Dorfschullehrers Johann Anton Sieben. Im Vordergrund das Flüsschen Rur.